Ehemann 2010 gestorben, Fragen zur Steuererklärung

  • Hallo!
    Vielleicht finde ich hier die Antworten auf meine Fragen.
    Mein Ehemann ist im Februar 2010 gestorben. Bei der Steuererklärung für 2009 war alles klar. Da war ja noch alles beim "alten".
    Aber wie gebe ich jetzt ein das ich verwitwet bin. Denn bei den Persönlichen Daten kann man nur beim Ehemann "verwitwet" eingeben, was ja nicht stimmt. Schreibe ich mich als erstes rein?
    Muß ich für meinen Sohn auch eine Steuererklärung machen? Er bekommt ja jetzt auch Halbwaisenrente.
    Ich würde mich über Eure Hilfe riesig freuen, denn es ist doch ganz schön schwierig..... ;(
    Viele Grüße!

  • Hallo weissefee,


    wenn bei den persönlichen Daten des Ehemannes "verwitwet" eingetragen ist, dann erscheint auf der gleichen Seite unten die Frage, wer verstorben ist (Ehemann oder Ehefrau?).
    Die Erklärung kann also "ganz normal" erstellt werden. Ich würde abschließend der Steuererklärung eine Kopie der Sterbeurkunde beifügen, sofern es dem Finanzamt noch nicht bekannt war, dass Ihr Mann verstorben ist.


    Bei der Datenübernahme 2010 -> 2011 (nächstes Jahr) werden automatisch Sie dann als Steuerpflichtiger fortgeführt.


    Wenn Ihr Sohn sonst keine Einkünfte hat und der steuerpflichtige Teil der Rente unter dem Grundfreibetrag liegt, würde ich nicht extra eine Erklärung machen. Sonst käme eh noch eine Aufforderung vom Finanzamt.


    MfG
    Akki

  • Hallo Akki!
    Mein Kind und ich bekommen ja Halbwaisen/Witwenrente. Kann ich da die Hinterbliebenenpauschale einfügen,oder gilt die nur unter bestimmten Voraussetzungen?
    Wo gebe ich die Beerdigungskosten, bei den außergewöhnlichen Belastungen ein, bei mir oder Ehemann???
    LG! weissefee

  • Hallo weissefee,


    die Hinterbliebenenpauschale gibt es nur unter bestimmten Voraussetzungen:
    Hier der Auszug aus der Tax-Hilfe (Extras, Suchzentrum: "Hinterbliebenenapauschale")
    Hinterbliebenenpauschale
    Sie können eine Pauschale i.H.v. 370 € beantragen, wenn Ihnen laufende Hinterbliebenenbezüge bewilligt wurden. Sie erhalten den Pauschbetrag auch dann, wenn das Recht auf die Bezüge ruht oder wenn Ihr Anspruch durch einen Kapitalbetrag abgefunden worden ist.
    Wichtig ist, dass die Hinterbliebenenbezüge nach

    • dem Bundesversorgungsgesetz oder einem anderen Gesetz, das die Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes über Hinterbliebenenbezüge für entsprechend anwendbar erklärt, oder

    • den Vorschriften über die gesetzliche Unfallversicherung, oder

    • den beamtenrechtlichen Vorschriften an Hinterbliebene eines an den Folgen eines Dienstunfalls verstorbenen Beamten, oder

    • den Vorschriften des Bundesentschädigungsgesetzes über die Entschädigung für Schäden an Leben, Körper oder Gesundheit,

    gewährt wird.

    Die Beerdigungskosten gibst du bitte bei dir ein.
    Achte darauf, dass auch der Wert vom Nachlass angegeben wird.


    MfG
    Akki

  • Hallo Akki!
    Es wäre nett, wenn Du mir noch einmal helfen könntest.....
    Wie ist das eigentlich bei den außergewöhnlichen Belastungen, bei den Beerdigungskosten. Da muss man den Nachlass angeben, aber man kann keine "Schulden" (die man ja auch erben kann z. B. als Kredit, Hauskauf) eingeben. Oder geht das doch???
    Ich sag schonmal Vielen Dank!!!
    Weissefee