18. Dezember 2015

Ausstieg auf Zeit. So klappt es mit dem Sabbatical

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© Dudarev Mikhail/Shutterstock.com

Kaum hat der Urlaub begonnen, ist er gefühlt schon wieder vorbei. Wer eigene Ziele verfolgen will, die mehr Zeit und Energie benötigen, oder einfach einen Burnout vermeiden will, kann ein Sabbatical nehmen: Eine Auszeit vom Beruf für mehrere Monate. Anschließend kehrt man wieder zum alten Arbeitgeber zurück. Je nach Modell bezieht der Arbeitnehmer dabei weiter Gehalt und Sozialleistungen. Bei einigen Ausstiegslösungen gibt es allerdings gar nichts.

Einen Roman schreiben, die lang ersehnte Weltreise unternehmen, die kranke Mutter pflegen, nochmal Vorlesungen besuchen, ins Kloster gehen, in einer Suppenküche helfen oder einfach mal die Seele baumeln lassen – das Sabbatical ist der Traum vieler Arbeitnehmer. Oft bleibt es allerdings beim Traum. Denn viele schrecken aus Angst vor beruflichen Nachteilen davor zurück. Das muss aber nicht so sein, denn wer gute Argumente hat, um den Chef zu überzeugen, kann von der Auszeit profitieren.

Ein Sabbatical dauert in der Regel zwischen drei und zwölf Monaten. Die Auszeit ist gesetzlich im Teilzeit- und Befristungsgesetz geregelt. Einen Anspruch auf ein Sabbatical gibt es allerdings nicht. Schon im ersten Gespräch mit dem Chef sollte der Arbeitnehmer Lösungen anbieten und am besten schon eine Vertretung für die Stelle vorschlagen und konkret erklären, wie das Unternehmen vom Sabbatical profitiert.

Es gibt drei Möglichkeiten, ein Sabbatjahr zu finanzieren: Entweder verdient der Arbeitnehmer weniger über einen längeren Zeitraum, er arbeitet vorher oder nachher mehr oder aber er nimmt unbezahlten Urlaub.

Wer längere Zeit weg ist von zu Hause, muss sich überlegen, was er weiterlaufen lassen will: die Wohnung, die Lebensversicherung, die Hausratversicherung, den Bausparvertrag, das Auto, Mitgliedschaften? Es kann sich finanziell lohnen, das Auto abzumelden und einige Versicherungen zu kündigen.

Was Sie genau beachten müssen, wie Sie Ihren Chef überzeugen können und welche Vor- bzw. Nachteile verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten für Sie bringen, erklären wie Ihnen in verbraucherblick 12/2015.

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