12. Mai 2016

Das hilft Jugendlichen bei Ess-Störungen

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Ob Magersucht, Bulimie oder ähnliche Probleme: Ess-Störungen sind heutzutage leider keine seltenen Einzelfälle. Etwa 15 Prozent der Jungen und knapp 29 Prozent der Mädchen zwischen 11 und 17 Jahren sind in Deutschland gefährdet, eine Ess-Störung zu entwickeln. Das zeigen Umfragen des Robert-Koch-Instituts zum Essverhalten aller Jugendlichen. Gesellschaftlicher Druck und moderne Medien können die Entwicklung begünstigen.

Die Erkenntnisse sind alarmierend: Die aktuelle Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts (RKI) zeigt, dass viele Unter-18-Jährige gefährdet sind, eine Ess-Störung zu entwickeln. Schon im Alter von 11 bis 13 Jahren machen sich 20 Prozent der Kinder Gedanken darüber, ob sie zu viel essen und möglicherweise zu dick sind. Fachärzte erklären dieses Phänomen damit, dass Kinder und Jugendliche in einer Welt, die zunehmend unübersichtlich und überfordernd wirkt, es als sehr beruhigend empfinden, wenigstens das eigene Essverhalten und Aussehen kontrollieren zu können. Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Druck zur Perfektion – auch in Bezug auf die Figur.

Etwa 7 Prozent der Mädchen und knapp 3 Prozent der Jungen zwischen 13 und 18 Jahren entwickeln aus diesen und anderen Gründen eine behandlungsbedürftige Ess-Störung. Tendenz steigend. Wenn Eltern, Großeltern, Lehrer oder andere Bezugspersonen das Risiko früh genug erkennen, können sie die Jugendlichen meist wieder zu einem gesunden Essverhalten hinfuhren. Doch im Extremfall hilft nur noch eine Zwangseinweisung in eine Klinik, da die Jugendlichen so sehr von ihrem Tun überzeugt sind, dass sie ihr Leben akut gefährden.

verbraucherblick 05/2016 erläutert, wann Jugendliche gefährdet sind und was wirklich hilft.

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