15. März 2021

Sonnenkraft statt Sonne tanken

Und, wohin geht’s dieses Jahr in den Urlaub? Ich weiß, schwierige Frage. Die Reiseplanung steht derzeit Corona-bedingt noch in den Sternen. Ich habe beschlossen, die Sache positiv zu sehen. Da es letztes Jahr schon hieß „Balkonien statt Balearen“, ist die Urlaubskasse gut gefüllt. Warum also nicht jetzt Zeit und Geld investieren und zu Hause ein größeres Projekt starten? 

Zum Beispiel die alte Heizung endlich gegen ein sparsames und umweltfreundliches Modell austauschen. Die Gelegenheit ist günstig, denn der Bund hat in diesem Jahr seine Förderprogramme noch einmal verbessert. Beim Tausch Alt gegen Neu schießt der Staat bis zu 40 Prozent der Kosten zu. Bedingung: Die neue Heizung muss erneuerbare Energien nutzen, also tatsächlich die Umwelt schonen. Wenn Sie bisher mit Öl geheizt haben, kommen noch einmal 10 Prozent Zuschuss drauf. Ist die geplante Sanierungsmaßnahme Teil eines vorab geförderten „individuellen Sanierungsfahrplans“, gibt es noch einen zusätzlichen Bonus von 5 Prozent. Zudem sind die förderfähigen Kosten für Sanierungsmaßnahmen zu Jahresanfang von 50.000 auf 60.000 Euro pro Antrag und Jahr gestiegen.

Seit diesem Jahr ist auch die Antragstellung für Fördermittel einfacher geworden. Es gibt nur noch eine Antragstelle. Zuschüsse für Sanierungsmaßnahmen, egal ob Wärmedämmung oder der Einbau einer Wärmepumpe, können Sie einheitlich online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Wichtig ist, dass Sie den Antrag vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen beim BAFA stellen. Das heißt: Erst die Förderung beantragen, dann den Vertrag mit dem Heizungsbauer unterschreiben. Planungsleistungen dürfen allerdings schon vor der Antragstellung erbracht werden.

Gut, ich weiß was Sie jetzt denken. „Individueller Sanierungsfahrplan“ klingt nicht ganz so verlockend wie Sonne, Strand und Meer. Wenn Sie also noch einen Motivationsschub brauchen: Lassen Sie sich doch von einem Energieberater der Verbraucherzentrale einmal ausrechnen, um welchen Betrag Sie Ihre Heizkosten durch eine Sanierung senken können. Denn mit dem so gesparten Geld können die nächsten Urlaube dann auch etwas größer ausfallen. Informationen und Tipps rund um Fördermittel gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Thüringen, Terminvergabe unter 0800 809 802 400 (kostenfrei).

 

Ramona Ballod ist Referatsleiterin Energie, Bauen und Nachhaltigkeit bei der Verbraucherzentrale Thüringen. Sie berät Verbraucher unter anderem zu den Themen Energiesparen, Dämmen, Fördermittel und Heiztechniken. 

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