15. Oktober 2018

Dubiose Handyrechnung

©sebra/Shutterstock

Plötzlich ist die Telefonrechnung höher als sonst, teils um satte Beträge von 100 Euro und mehr. Dahinter stecken oft sogenannte Drittanbieter. Sie bieten Handykunden viele Angebote an – vom Klingelton bis zur Erotikhotline. Doch oft wurden solche Dienste unbeabsichtigt oder gar nicht in Anspruch genommen, hat eine Umfrage der Verbraucherzentralen ergeben. verbraucherblick erklärt, wann Kunden zahlen müssen und wie sie sich gegen unberechtigte Forderungen wehren.

Die Handyrechnung von Maria U. ist um 60 Euro höher als gewohnt. Die 16-Jährige kann sich das nicht erklären. Ein Anruf bei der Hotline des Mobilfunkanbieters ergibt: Angeblich soll die Jugendliche fast eine Stunde lang mit einer Erotikhotline telefoniert haben. Zur angegebenen Zeit hatte sie aber gar nicht telefoniert, sondern eine Veranstaltung gemeinsam mit ihrer Tante besucht. Und die bestätigt: Maria hat nicht telefoniert. Die Eltern informieren den Mobilfunkanbieter. Doch der bleibt stur, schickt Mahnungen und droht mit einer Sperrung des Anschlusses. Es folgen Schreiben eines Inkassounternehmens, das rechtliche Schritte ankündigt, und schließlich ein Mahnbescheid.

Häufige Tricks
Hosentaschenanruf: Der Mobilfunkkunde soll versehentlich in der Tasche Tasten gedrückt und so einen Anruf getätigt haben. In der Regel handelt es sich um Nummern wie „11111“ oder „77777“. Der Kunde soll also – in der Hosentasche – nicht nur die PIN seines Smartphones richtig eingegeben haben, sondern auch noch fünfmal dieselbe Ziffer und schließlich die grüne Wähltaste gedrückt haben. Das ist kaum möglich. Möglich ist aber, dass eine betrügerische App, die man sich eingefangen hat, solche Anrufe automatisch generiert. Dann handelt es sich um Betrug, man muss nicht zahlen.

 

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