17. Juli 2020

Endlich eigenes Geld!

© Motortion Films/Shutterstock

Endlich eigenes Geld, endlich eigene Entscheidungen treffen dürfen. Die Schule ist vorbei. Statt Taschengeld verfügen Auszubildende oder Studenten das erste Mal über eine größere Summe Geld im Monat. Die neuesten Schuhe, die coolste Jeans, sogar ein eigenes Auto – alles scheint in greifbarer Nähe. Damit der neue Lebensabschnitt auch wirklich in die Freiheit führt, ist allerdings ein erwachsener Umgang mit dem eigenen Geld eine wesentliche Grundlage. Nur wie gelingt das?

Egal, ob sich das Budget aus Einkommen aus der Ausbildung, aus BAföG oder Zuwendungen von den Eltern zusammensetzt, wichtig ist, damit wirtschaftlich umzugehen. Die Ausgaben dürfen die Einnahmen nicht überschreiten. Klingt einleuchtend, aber gerade junge Menschen verschulden sich, weil sie noch zu wenig Routine darin haben, zu überschlagen, was sie monatlich tatsächlich benötigen. Eine Liste mit den monatlichen Einnahmen und Ausgaben ist der erste Schritt in Richtung Realität.

Wer es bislang gewohnt war, dass die Eltern alle Ausgaben getätigt haben, der kann mithilfe eines Haushaltsbuches lernen, einen Überblick darüber zu behalten, was regelmäßig für Miete, Fahrtkosten, Essen oder Kleidung nötig ist. Wer täglich aufschreibt, was er wofür ausgibt, hat es am Ende des Monats schwarz auf weiß, wo sein Geld geblieben ist, und kann dann einschätzen, wie er einsparen kann. Gerade der Coffee to go auf dem Weg oder der Spontaneinkauf, auch wenn er noch so klein ist, belasten das Budget häufig sehr. Ein Haushaltsbuch gibt es im Schreibwarenhandel. Man kann es sich aber auch als Excel-Tabelle oder als Software kostenlos herunterladen und die Einkaufszettel sammeln und daheim eintragen. Für unterwegs gibt’s auch Haushaltsbuch-Apps fürs Smartphone, sogar mitstatistischen Auswertungen. Mit dem Haushaltsbuch der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen lernt man außerdem viel über den Umgang mit Geld. Auch ein Einkaufszettel hilft, überlegt einzukaufen. Wer satt seinen Wagen an den Regalen vorbeischiebt, kauft eher nur das, was auf dem Zettel steht.

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Angelika Schröger
Ob über Musik, Literatur, Psychologie und Gesundheit oder auch intelligente Technologien wie Finanztechnologien oder smarte Häuser, Angelika Schröger schreibt seit 1996 über Themen, die ihr am Herzen liegen. Die Münchnerin studierte Germanistik und Psychologie und lernte ihr journalistisches Handwerk bei der Berliner Morgenpost und Berliner Zeitung. Dem Leser auch komplexe Sachverhalte leicht verständlich zu vermitteln, um sich schneller informieren und orientieren zu können, ist ihr Anliegen.