13. September 2017

Enkeltrick und Co

von
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„Hallo, ich bin’s!“ So oder so ähnlich beginnen viele Anrufe bei älteren Menschen, die ein trauriges Ende nehmen. Denn oft ist das der Anfang einer ganz bestimmten Art der Abzocke, die als Enkeltrick bekannt ist. Fremde geben sich als Neffe, Nichte, Enkel oder einen anderen Verwandten aus – und immer brauchen sie Geld. Viel zu oft fallen Senioren auf diesen Trick herein und verlieren dabei häufig die gesamten Ersparnisse.

Nach einem Anruf eines vermeintlichen Enkels mit Geldsorgen gehen viele ältere Leute zur Bank, und heben beträchtliche Summen ab. Dabei werden sie oft schon von den Gaunern beobachtet. Kaum sind sie wieder daheim, klingelt das Telefon erneut. Der angebliche Verwandte erklärt, dass er nicht selbst vorbeikommen könne, um das Geld abzuholen. Stattdessen schickt er einen Komplizen und versichert dem Betrugsopfer, dass man diesem getrost das Geld übergeben könne. Wie viele Senioren auf den Enkeltrick hereinfallen, kann man nicht genau sagen. Es ist anzunehmen, dass viele sich zu sehr schämen, um die Sache bei der Polizei anzuzeigen. Doch auch die Fälle, die angezeigt werden, lassen keine eindeutige Schlussfolgerung zu. Denn nach Auskunft des Bundeskriminalamts werden der Enkeltrick und ähnliche Betrügereien nur dort separat ausgewiesen, wo ihre Bekämpfung einen Schwerpunkt bildet. Das ist beispielsweise in Baden-Württemberg so.

In verbraucherblick 09/2017 stellen wir Ihnen weitere Methoden der Betrüger vor und sagen Ihnen, wie Sie sich am besten verhalten sollte. Sie erfahren ebenfalls an wen Sie sich in einem solchen Fall wenden können.

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