17. Juli 2019

Freie Fahrt

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Immer mehr Fahranfänger scheitern bei der Führerscheinprüfung. Jeder Vierte rasselt durch die Schlusstests, die meisten durch die Praxis. Der Kosten- und Zeitaufwand steigt. Der eigene Erwartungsdruck ebenfalls. Schließlich kostet das Nachsitzen im Auto mit etwa 50 Euro pro Schulstunde doppelt so viel wie die reguläre Fahrstunde mit dem Lehrer. Wie lässt sich diese Situation vermeiden? Wie kann man die Prüfungen möglichst zügig schaffen? Und woran erkenne ich eine gute Fahrschule?

Viele kennen die Situation noch aus eigener Erfahrung: Das T-Shirt ist vor Angstschweiß durchnässt, während man angespannt durch die Windschutzscheibe starrt und verzweifelt versucht, sich zu konzentrieren. Im Nacken eine fremde Stimme, die einem knappe Anweisungen zukommen lässt. Vor lauter Nervosität fällt es einem bereits schwer, links von rechts zu unterscheiden. Ob die Regel jetzt rechts vor links oder doch links vor rechts hieß, weiß man gerade leider auch nicht mehr so genau. Und manch einer hat tatsächlich den Prüfungsalptraum erlebt und musste die Prüfung ein zweites oder gar ein drittes Mal wiederholen. Die Durchfallquote ist beachtlich und in den vergangenen Jahren noch angestiegen. Im Jahr 2018 blieben laut Kraftfahrt-Bundesamt 36,1 Prozent aller absolvierter Theorieprüfungen erfolglos und 29,4 Prozent aller praktischen Fahrprüfungen galten als nicht bestanden.

Die richtige Fahrschule

Die Fahrschulen in Deutschland werden hinsichtlich der Fahrzeuge und der gesetzlichen Unterrichtsvorgaben von den Landratsämtern oder Straßenverkehrsämtern kontrolliert. Dennoch bleiben natürlich Unterschiede in der Qualität des Unterrichts, beispielsweise den Lehrmethoden und der Motivation des Lehrpersonals. So stellt sich zu Beginn zunächst die Frage der richtigen Fahrschule. „Mund-zu-Mund-Propaganda ist das Kapital einer guten Fahrschule“, weiß Dieter Quentin, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände (BVF). „Wer für Kundenzufriedenheit sorgt, der braucht keine Werbung“, so der Experte. Die Empfehlung eines Bekannten, der mit der jeweiligen Fahrschule bereits die Prüfungen erfolgreich hinter sich gebracht hat und weiß, wie gut die Fahrlehrer sich auf ihre Schüler einstellen, ist natürlich nicht zu ersetzen. Inzwischen werben viele Fahrschulen mit kostenlosen Probestunden, in denen sich der Schüler einen ersten Eindruck verschaffen kann. Falls dieses Angebot nicht bestehen sollte, lohnt sich trotzdem ein vorheriger Besuch.

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Justine Schmitz
Justine Schmitz ist studierte Kunstwissenschaftlerin und Philosophin und arbeitete als Redakteurin und Bloggerin für Online-Redaktionen und Start-ups. Nun schreibt sie als freie Autorin über verbraucherrelevante Themen, Reise und Essen. Außerdem entwickelt sie gerne Content-Konzepte – momentan für einen innovativen Reiseführer über ihr zweites Heimatland Mauritius.