17. Juli 2019

Gegen den Fahrradklau

© 524518459 Rainer Fuhrmann/Shutterstock

Ob Rennrad, Hollandrad oder Lastenrad für den Transport der lieben Kleinen – für Fahrräder wird wieder mehr Geld ausgegeben. Umso ärgerlicher ist es, wenn der Drahtesel geklaut wird. Neben Vorsorgemaßnahmen gegen Fahrraddiebstahl kann eine Versicherung hilfreich sein, um den möglichen Schaden zu begrenzen. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: eine eigenständige Versicherung oder die Berücksichtigung in der Hausratpolice. Welche Variante eignet sich für wen und worauf ist zu achten?

Die Zeiten, in denen ein simples Tourenrad ausreichte, um von A nach B zu gelangen, sind längst vorbei. Heute sind in der Fantasie und beim Budget keine Grenzen mehr gesetzt, was das Thema Fahrrad angeht. Es ist beispielsweise möglich, online ein individuelles Fahrrad zu konfigurieren. Zudem stellen viele kleine Manufakturen mittlerweile praktische Lastenfahrräder für Familien mit Kindern her. Und auch Pedelecs und E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Vielfach geben Fahrradfans sehr viel Geld für ihr Wunschmodell aus – 3,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr laut Zweirad-Industrie-Verband (ZVI). Doch leider finden auch Diebe Gefallen an Fahrrädern. Die Zahl der gemeldeten Fahrraddiebstähle geht zwar seit Jahren kontinuierlich zurück und belief sich 2018 laut Polizeilicher Kriminalstatistik auf rund 292.000 Fälle, doch die Fallzahlen unterscheiden sich stark nach Bundesländern. So kam es 2018 statistisch gesehen im Bundesdurchschnitt in 7 von 1000 Haushalten zu einem Fahrraddiebstahl, in Berlin hingegen in 20 von 1000 Haushalten.

Tipp: Sie haben ein S-Pedelec oder ein E-Bike gekauft? Dann müssen Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen und können eine Fahrradversicherung hinzuwählen. Für Pedelecs hingegen besteht keine Versicherungspflicht – allerdings ist dann eine Privathaftpflichtversicherung empfehlenswert.

Auch die Aufklärungsquote schwankt je nach Bundesland erheblich. Bundesweit wird knapp jeder 10. Diebstahl aufgeklärt, in Hamburg etwa gelang dies 2018 aber nur in jedem 33. Fall. Es ist also angeraten, nicht nur Diebstahl vorzubeugen, sondern auch über eine Versicherung nachzudenken – insbesondere dann, wenn das Fahrrad teuer ist und häufig genutzt wird. Denn dann steigt auch das Risiko, dass es trotz Sicherung gestohlen wird. „Bei einem alten Fahrrad wird man auf den Versicherungsschutz eher verzichten können. Anders hingegen bei einem neuwertigen und sehr teuren Fahrrad mit einem Kaufpreis ab etwa 1000 Euro. In einem solchen Fall könnte die Absicherung sinnvoll sein“, erläutert Kerstin Becker-Eiselen, Abteilungsleiterin Geldanlage, Altersvorsorge, Versicherungen bei der Verbraucherzentrale Hamburg.

Mehr lesen Sie in verbraucherblick 07/2019.

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Claudia Lindenberg
Claudia Lindenberg ist seit 1998 als Journalistin mit Schwerpunkt auf Finanzthemen tätig. Die studierte Volkswirtin arbeitet seit 2016 als freie Finanzjournalistin und hat sich auf die Themen Immobilien und Immobilienfinanzierung, Versicherungen sowie Geldanlage und Investmentfonds spezialisiert.