24. Oktober 2021

Herzbrecherisch

© Pla2na/Shutterstock

Wer bei Instagram, Facebook oder Xing ein Profil hat, kennt womöglich die Kontaktanfragen von Fremden. Oft sind es gutaussehende Frauen und Männer, häufig arbeiten sie als Arzt oder sind beim Militär. Und alle sind angeblich auf der Suche nach Liebe. So scheint es zumindest. In Wirklichkeit geht es bei diesen Anfragen aber immer nur um eins: schnellverdientes Geld. Doch auch in der Offlinewelt ist der Preis häufig hoch, wenn man sich gezielt auf die Suche nach dem Partner fürs Leben macht und dazu eine Agentur einschaltet. 

Mehr als 17 Millionen Deutsche lebten laut Statistischem Bundesamt 2019 in Einpersonenhaushalten. Rund die Hälfte von ihnen ist ledig, die anderen sind verwitwet, geschieden oder getrennt. Sie sind eine interessante Zielgruppe für diejenigen, die mit der Liebe Geld verdienen wollen. Dank des Internets ist die Kontaktanbahnung denkbar einfach geworden: Ob über Facebook, Instagram oder Xing – immer wieder bekommen Mitglieder über die Plattformen auch Zuschriften von Fremden.

„Während der Corona-Pandemie dürfte diese Art des Sich-Näher-Kommens noch zugenommen haben“, sagt Cem Karakaya. Er ist Experte für Cybercrime. Schließlich seien die typischen Plätze fürs Flirten wie Clubs oder Bars durch die Schließungen im Zusammenhang mit der Pandemie weggefallen. Karakaya ergänzt: „Wir bekommen nicht übermäßig viele Anzeigen von Menschen, die abgezockt wurden.“ Der Grund dafür liege darin, dass sich viele schämen, wenn sie auf den sogenannten Love oder Romance Scam hereingefallen sind. „Scam“ bedeutet Betrug, „Love“ und „Romance“ sind die englischen Begriffe für „Liebe“ und „Romanze“. „Hinzu kommt, dass viele vergessen wollen, was ihnen da passiert ist“, weiß Karakaya.

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Bettina Blaß ist seit über 15 Jahren selbstständige Verbraucherjournalistin und Trainerin für Internetthemen. Zuvor war sie Redakteurin für die WISO Monats-CD und bei der G+J Wirtschaftspresse Online stellvertretende Redaktionsleiterin. Ihr Fokus liegt auf den Themen Internet, Finanzen und Immobilien. Privat schreibt sie für ihr Reise- und Genussblog Op jück.
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