16. Juli 2018

Investieren an der Börse

© SFIO CRACHO/Shutterstock

Die Verzinsung von Tagesgeldkonten ist schon seit Anfang 2016 nicht mehr der Rede wert. So bietet etwa die ING-DiBa derzeit läppische 0,01 Prozent Zinsen. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate wird die praktisch zinslose Anlage auf solchen Konten unterm Strich zum Minusgeschäft. Wer mit seinen Ersparnissen langfristig sein Geld vermehren will, für den ist eine Geldanlage an der Börse eine Option. Einzelaktien sind jedoch nur etwas für Profis. Wie können Laien investieren?

Im Schnitt 999 Euro – so viel hat jeder deutsche Sparer seit dem Jahr 2010 mit seinen Anlagen in Tagesgeld und Co verloren. So lautet das Ergebnis einer Studie der Beratungsgesellschaft Barkow und der Comdirect Bank. Wie kommt dieses Minus zustande? Für die Analyse wurde die Verzinsung der Anlagen um die Inflationsrate bereinigt. Ein Beispiel: Im ersten Quartal 2018 lag der durchschnittliche Zinssatz bei 0,2 Prozent, die Inflationsrate hingegen bei 1,5 Prozent. Unterm Strich lag die Verzinsung also bei minus 1,3 Prozent. Im Klartext: Wer sein Geld so anlegt, dass es weniger als die Inflationsrate einbringt, verliert über die Jahre Kapital anstatt es zu vermehren. Das ist vor allem dann fatal, wenn langfristig ein ausreichendes Vermögen für den Ruhestand angespart werden soll. Denn aufgrund des Zinseszinseffekts machen sich schon kleine Renditeunterschiede über die Jahre erheblich bemerkbar.

„Unterm Strich sind die Erträge der Aktienmärkte im langfristigen Durchschnitt jährlich um rund vier Prozentpunkte höher als bei sicheren Geldanlagen“, erläutert Niels Nauhauser, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Anleger, die ihr Geld langfristig vermehren wollen, sollten sich daher auch mit Aktieninvestments befassen. Allerdings ist die Scheu vor dem Gang aufs Börsenparkett groß: Laut einer Studie des Deutschen Aktieninstituts (DAI) hat lediglich rund jeder sechste Deutsche über Aktien oder entsprechende Investmentfonds an den Börsen investiert. Diese Zurückhaltung kommt nicht von ungefähr, denn Aktien bieten zwar gute Renditeaussichten, bergen aber auch Risiken – schließlich können die Kurse sehr wohl auch fallen und ein vorübergehendes Minus ist keine Seltenheit. Viele Sparer machen daher einen Bogen um Aktieninvestments und geben sich lieber mit Mikro-Zinsen zufrieden. Das Paradoxe daran: Vor lauter Sorge um mögliche Kursrückgänge, realisieren sie damit unter der Berücksichtigung der Inflation garantiert Verluste. …

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