17. Dezember 2019

Klimafreundlicher reisen

© 1419373640 Elnur/Shutterstock

Urlaubsreisen sind wohl kaum möglich, ohne seinen ökologischen Fußabdruck deutlich zu verschlechtern. Insbesondere Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe gelten als CO2-Schleudern und somit als Klimakiller. Trotzdem möchten längst nicht alle auf den Urlaub mit dem Flieger oder dem Schiff verzichten. Einige Unternehmen bieten an, den CO2-Ausstoß zu kompensieren, indem eine zusätzliche Summe zum Reisepreis für ein Umweltprojekt in einem Entwicklungsland gespendet wird. Wie sinnvoll ist das?

Wer möglichst klimaneutral Ferien machen möchte, muss zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren. So kommt man jedoch nicht sonderlich weit. Wer seinen Urlaub lieber in unbekannten Gegenden verbringt, sucht darum oft nach anderen Möglichkeiten, um trotz der Fernreise etwas fürs Klima zu tun. „Letztendlich geht es darum, ein gesundes Maß zu finden“, sagt Michael Bilharz, Fachgebiet nachhaltige Konsumstrukturen im Umweltbundesamt. „Das kann beispielsweise bedeuten, dass man in einem vollbesetzten Auto möglichst spritsparend in Urlaub oder mit dem Zug zum Beispiel nach Spanien oder Italien fährt.“ Dann allerdings braucht man natürlich mehr Zeit für die An- und Abreise.

CO2-Ausstoß
Wer trotzdem unbedingt fliegen oder ein Kreuzfahrtschiff buchen will, kann seinen CO2-Ausstoß im Internet berechnen. Ein Beispiel: Beim Flug von Düsseldorf auf die Atlantikinsel Jersey und zurück werden laut Atmosfair pro Person 339 Kilogramm CO2 freigesetzt. Das klimaverträgliche Jahresbudget eines Menschen liegt laut dieser Berechnung bei 2300 Kilogramm. Der Flug macht also schon ein gutes Siebtel des Jahresbudgets aus. Hinzu kommen im Laufe eines Jahres beispielsweise noch Stromverbrauch, Autofahrten und viel mehr. Das zeigt: Selbst ein so kurzer Flug ist im Vergleich zum Jahresbudget eine ordentliche Belastung. Zum Vergleich: Bei einem Flug von Frankfurt nach New York und zurück werden bei einem durchschnittlichen Flug 3068 Kilogramm CO2 freigesetzt.

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Bettina Blaß
Bettina Blaß ist seit über 15 Jahren selbstständige Verbraucherjournalistin und Trainerin für Internetthemen. Zuvor war sie Redakteurin für die WISO Monats-CD und bei der G+J Wirtschaftspresse Online stellvertretende Redaktionsleiterin. Ihr Fokus liegt auf den Themen Internet, Finanzen und Immobilien. Privat schreibt sie für ihr Reise- und Genussblog Op jück.