14. Januar 2022

Leihwagen-Mix statt eigenes Auto

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Das Auto ist der Deutschen liebstes Kind – zumindest bei einigen. Dabei unterschätzen viele Autobesitzer die Gesamtkosten deutlich: laut einer Forsa-Umfrage um durchschnittlich 221 Euro pro Monat und laut der einer Autokosten-Studie von Umweltökonomen um mehr als 50 Prozent. Wer auf die Nutzungsdauer schaut, dürfte feststellen, dass ein Auto eher ein Stehzeug als ein Fahrzeug ist und 19,5 Stunden täglich am Fleck steht. Auch während dieser Zeit erzeugt es weiter Kosten wie Versicherung, Kfz-Steuer, Wartung, TÜV und eventuell Park- oder Stellplatzgebühren. Eine Alternative kann ein Fahrzeug auf Zeit sein: eine Kombination aus Carsharing für regelmäßige Fahrten wie Einkäufe oder Veranstaltungen und Mietwagen für länger geplante Reisen.

Bei unserem Beispiel rechnen wir drei wöchentliche Fahrten je 20 Kilometer bei 3 Stunden Nutzungsdauer sowie zwei Mal zwei Wochen in den Oster- und Sommerferien mit jeweils 4000 Kilometern Fahrtstrecke. Dabei vergleichen wir die Kosten für das Modell Ford Focus 1.0 EcoBoost Trend, 5-Türer (Bj. 2018) mit denen für Fahrzeuge des Carsharing-Anbieters book-n-drive in Frankfurt am Main sowie für Mietwagen vom Portal billiger-mietwagen.de. Dabei gehen wir von einem 3,5 Jahre alten eigenen Auto aus, weshalb wir von der Neuwagenkalkulation des ADAC ein Drittel abgezogen haben. Beim Spritverbrauch rechnen wir mit 7,5 Litern (Kurzstrecke) beziehungsweise mit 6,5 Litern (Langstrecke) pro 100 Kilometer und einem Spritpreis von 1,65 Euro je Liter Super.

Andreas Einbock ist seit November 2015 Redakteur bei verbraucherblick. Seine Schwerpunkte sind Finanzen, Technik und Energie – und natürlich das Sparen, weshalb er die meisten Spartricks selbst testet. Zuvor hat er für eine Sonntagszeitung, einen Industrieverband und eine Industrie- und Handelskammer geschrieben.