Lexikon

Add-On / Plug-In

Zahlreiche Programme lassen sich durch Zusätze im Funktionsumfang erweitern – diese Ergänzungen werden „Add-On“, „Add-In“ oder auch „Plug-In“ genannt. Das steht für Hinzufügen, Einfügen und Ergänzen.

Diese Erweiterungen werden zum Teil direkt vom Anbieter der Software zur Verfügung gestellt, etwa um zusätzliche Funktionen aufpreispflichtig anzubieten. Legt der Anbieter die sogenannten Schnittstellen zum Ergänzen des Programms offen, dann können auch andere Firmen Ergänzungen anbieten.

Häufig sind diese Zusatzpakete bei Grafik- oder Videoschnittprogrammen anzutreffen: Dort gibt es dann zusätzliche Filter und Effekte, die hinzugekauft werden können. In einigen Fällen finden sich aber auch Entwickler, die ihre Zusatzfunktionen kostenfrei zur Verfügung stellen. Das gilt etwa für das führende professionelle Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop.

Fast grundsätzlich liegen diese Informationen zu den Schnittstellen für Zusatzprogramme bei kollaborativ entwickelten Programmen aus der Open Source-Bewegung vor, sodass es hier auch die meisten Erweiterungen gibt.

Bestes Beispiel ist der Webbrowser Firefox, der als erster die Add-Ons als Konzept einführte. Über den Browser hat der Nutzer Zugriff auf eine riesige Menge an Zusatzprogrammen, die die Darstellung verbessern, die Favoriten besser organisieren oder die Sicherheit erhöhen. Beliebt sind Werbeblocker und weitere Add-Ons, die etwa das Ausführen von Javascript bei der Darstellung von Webseiten blockieren und so für besseren Schutz des Nutzers sorgen. Der Internet-Explorer hat inzwischen ebenfalls Add-Ons, das Angebot ist dort aber deutlich geringer.

Häufig können die Add-Ons des Herstellers und von Drittanbietern direkt aus dem Programm selbst ausgesucht und installiert werden. Andere finden sich in seriösen, aber auch unseriösen Downloadquellen im Netz. Empfehlenswert sind dabei Heise, Chip und ZDnet.

Allerdings: Mit Add-Ons kommt zusätzliche Software auf den Rechner, möglicherweise aus unbekannter Quelle oder von unbekannten Autoren. Das kann direkt Sicherheitslücken öffnen. Viele Downloadquellen signieren die Add-Ons, so dass zumindest der Urheber des Zusatzprogramms einwandfrei identifiziert werden kann. Nicht selten aber kursieren im Netz auch manipulierte Versionen der eigentlich einwandfreien Erweiterungen, die Schadsoftware auf den eigenen Computer bringen.

Das zweite Problem sind die Updates der Hauptprogramme: Bei fast jedem Funktionswechsel müssen die Add-Ons angepasst werden. Das macht die Add-Ons so lange wertlos, bis die Autoren hier nachgebessert haben – bei manchen Add-Ons endet der Support mit einer bestimmten Versionsnummer des Hauptprogramms. Gerade bei kostenlosen Zusätzen gibt es keine Gewähr, dass diese auch weiterhin gepflegt werden. Manch liebgewonnene Funktion kann daher im Laufe der Zeit wieder „verlorengehen.“