Lexikon

Altersrente

Die Altersrente ist eine Geldleistung der Deutschen Rentenversicherung zu Sicherung des Lebensunterhalts nach dem Rückzug aus dem Berufsleben. Neben einer Mindestversicherungszeit ist vor allem ein bestimmtes Lebensalter Voraussetzung für die Zahlung.

Es gibt mehrere Arten der Altersrente:

  • die Regelaltersrente
  • die Altersrente für besonders langjährig Versicherte
  • die Altersrente für langjährig Versicherte
  • die Altersrente für schwerbehinderte Menschen
  • die Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit
  • die Altersrente für Frauen

Für alle gilt: Neben dem Erreichen der jeweiligen Altersgrenze muss der Versicherte generell mindestens fünf Jahre lang Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt haben oder andere rentenrechtliche Zeiten geltend machen können.

Regelaltersrente

Die Regelaltersrente ist die häufigste Variante der Altersrente. Vor 1947 Geborene konnten sie noch mit Vollendung des 65. Lebensjahres in Anspruch nehmen. Für die Geburtenjahrgänge ab 1947 steigt die Altersgrenze schrittweise an. Alle Jahrgänge von 1964 an aufwärts können erst mit 67 Jahren abzugsfrei Regelaltersrente beziehen.

Altersrente für besonders langjährig Versicherte

Diese Form der Altersrente wurde mit der Rentenreform ab 2012 neu eingeführt: Weiterhin abzugsfrei mit 65 Jahren können Versicherte in Rente gehen, die mindestens 45 Jahre lang Pflichtbeiträge in die Rentenversicherung gezahlt haben. Angerechnet werden Zeiten selbstständiger und nichtselbstständiger Tätigkeiten sowie Pflege- und Kindererziehungszeiten (bis zum 10. Lebensjahr). Nicht angerechnet werden jedoch Pflichtbeitragszeiten aufgrund des Bezuges von Arbeitslosengeld I oder II, aus dem Versorgungsausgleich oder Rentensplitting sowie Zeiten freiwilliger Beitragszahlungen.

Altersrente für langjährig Versicherte

Versicherte mit einer Wartezeit von mindestens 35 Jahren können mit 63 Jahren Rente beziehen. Allerdings müssen für den vorzeitigen Ruhestand Abschläge in Kauf genommen werden. Pro Monat, der bis zum Erreichen der Regelrentenaltersgrenze fehlt, kürzt sich die Rentenzahlung um 0,3 Prozent. Auch bei der Altersrente für langjährig Versicherte erhöht sich das Eintrittsalter für eine abschlagfreie Rente bis 2029 auf 67 Jahre.

Altersrente für schwerbehinderte Menschen

Versicherte, die zu mindestens 50 Prozent behindert sind und 35 Jahre lang in die Rentenversicherung eingezahlt haben, können vorzeitig und abschlagsfrei in Rente gehen. Vor 1952 Geborene noch mit 63 Jahren, ab Jahrgang 1952 greift die schrittweise Erhöhung der Altersgrenze auf 65 Jahre.

Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit

Diese Rentenart läuft aus. Sie wird nur noch für Versicherte bewilligt, die vor 1952 geboren sind. Diese können weiterhin mit 63 Jahren in den Ruhestand gehen, wenn sie

  • die Wartezeit von 15 Jahren erfüllt haben,
  • in den letzten 10 Jahren vor Renteneintritt mindestens acht Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben,
  • nach Vollendung des Lebensalters von 58 Jahren und sechs Monaten mindestens 52 Wochen arbeitslos waren oder
  • mindestens 24 Monate in Altersteilzeit gearbeitet haben.

Altersrente für Frauen

Auch die Altersrente für Frauen gibt es nur noch für die Geburtenjahrgänge bis einschließlich 1951. Diese Versicherten können entweder mit 65 abschlagsfrei oder ab dem 60. Lebensjahr mit den üblichen Abzügen (0,3 Prozent pro Monat) in Rente gehen. Voraussetzung ist, dass sie

  • mindestens 15 Versicherungsjahre aufweisen können und
  • nach dem vollendeten 40. Lebensjahr mehr als zehn Jahre lang Pflichtbeiträge gezahlt haben.