Lexikon

Anlagegrundsätze

Als Anlagegrundsätze bezeichnet man die in den Vertragsbedingungen des einzelnen Fonds festgelegten Richtlinien, nach denen das Fondsmanagement die Mittel seiner Kunden anlegt. Die Anlagegrundsätze des einzelnen Fonds kann jeder Anleger im so genannten Verkaufsprospekt des einzelnen Fonds nachlesen. Hier wird beschrieben, wie und wo der Investmentfonds die Mittel seiner Kunden anlegt.

Diese Anlagegrundsätze sind mehr oder weniger weit gefasst. So kann in den Anlagegrundsätzen festgelegt sein, dass der Fonds die Gelder in Aktien börsennotierter deutscher Unternehmen investiert, was dem Management einen sehr großen Freiraum bei der Anlageentscheidung lässt, während eine Begrenzung auf Aktien einer bestimmten Branche oder auf Aktien, die zur Berechnung eines bestimmten Wertpapierindex miteinbezogen werden, den Entscheidungsspielraum des Fondsmanagers stärker einschränkt.

Der einzelne Kunde kann sich darauf verlassen, dass die in den Anlagegrundsätzen festgelegte Ausrichtung des Fonds auch von der Fondsgesellschaft eingehalten wird. Die Fixierung der Anlagegrundsätze wird im § 15 (3) Kapitalanlagegesellschaftengesetz KAGG geregelt.

Ein Anleger, der Anteile an einem Öko- oder Telekommunikationsfonds erwirbt, kann sich also sicher sein, dass sein Kapital auch tatsächlich nur in Beteiligungspapiere von entsprechenden Unternehmen investiert wird.