Lexikon

Anleihen anderer öffentlicher Emittenten/Pfandbriefe

Auch öffentlich-rechtliche Banken (z.B. die Landesbanken), Bundesländer, Städte sowie die KfW Förderbank (www.kfw.de) geben Anleihen heraus. Sie haben in der Regel ein geringes Ausgabevolumen als Bundesanleihen. Bei Jumbopfandbriefen handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen. Man nennt sie auch Pfandbriefe von Kreditinstituten wie Hypothekenbanken oder Landesbanken. „Jumbos“ stellen eine Sonderform des Pfandbriefes dar, da sie unter anderem standardisierten Emissionsbedingungen unterliegen: Sie haben ein Mindestemissionsvolumen von 500 Mio. Euro und verpflichtend müssen mindestens drei verschiedene Market Maker den Marktteilnehmern auf Anfrage verbindliche Geld- und Briefkurse innerhalb festgelegter „Spreads“ bieten. Pfandbriefe dürfen zu Zwecken des Gläubigerschutzes, von den Banken nur nach einer staatlichen Genehmigung emittiert werden.

„Länder-Jumbo“ ist die Bezeichnung für eine Großanleihe eines einzelnen Bundeslandes oder mehrerer Bundesländer mit einem Emissionsvolumen von mindestens 500 Mio. Euro. Sind mehrere Bundesländer beteiligt, stellt der Länder-Jumbo eine Sammelanleihe dar, bei der die beteiligten Bundesländer die Verpflichtungen aus dem Schuldendienst (Zins- und Tilgungsleistungen) entsprechend ihrer jeweiligen Quote am Gesamtvolumen übernehmen. Die Anleihe wird von einem Bankenkonsortium platziert, wobei diese Institute zugleich als Market Maker fungieren.