Lexikon

Arbeitsschutz

Der Arbeitsschutz regelt, dass Beschäftigte in Sicherheit arbeiten können. Aber nicht nur Arbeitsunfälle und Gesundheitsgefahren werden ausgeschlossen, es soll auch ein menschengerechter Arbeitsplatz sein, bei dem Arbeitszeiten geregelt sind und schutzbedürftige Personengruppen berücksichtigt werden.

Der Arbeitgeber ist für die vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen verantwortlich. Er muss auch überprüfen, ob der Schutz seiner Belegschaft wirkungsvoll ist. Arbeitnehmer werden in Schutzmaßnahmen eingeführt und sind verpflichtet, für die eigene Sicherheit und die der Kollegen Sorge zu tragen, beispielsweise durch das Tragen von Schutzkleidung. Die Kosten trägt der Arbeitgeber und er darf sie nicht an die Angestellten weitergeben. In Deutschland ist die Sicherheit am Arbeitsplatz einheitlich durch das Arbeitsschutzgesetz geregelt. Seit 1996 wird dadurch eine europäische Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Zuvor gab es nur Regelungen der einzelnen Branchen.

Das Arbeitssicherheitsgesetz regelt drüber hinaus, dass der Arbeitsschutz durch Personen wie Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte im Betrieb auch tatsächlich gewährleistet ist. Der Unfallschutz, Betriebsicherheit und betriebliche Gesundheitsförderung werden so aktiv mitgestaltet und das Wissen der Fachleute ist auf dem aktuellen Stand.

Die Überwachung des Arbeitsschutzes liegt beim Staat. Die Behörden können Betriebe überprüfen und bei Missachtung der gesetzlichen Vorschriften auch Bußgelder und Freiheitsstrafen verhängen.