Lexikon

Arzneimittelrichtlinie

Die Arzneimittelrichtlinie soll den Ärzten Orientierung beim Verordnen von Medikamenten geben. Sie reguliert, welche Arzneimittel unter welchen Bedingungen verordnungsfähig sind, also von Ärzten verschrieben und von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden können.

Der Gemeinsame Bundesausschuss beschließt die Richtlinie. Der Ausschuss bildet sich aus der Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung, der Deutschen Krankenhausgesellschaft und dem GKV-Spitzenverband. Die Richtlinie soll Klarheit darüber schaffen, welche Arzneimittel eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung der Versicherten sicherstellen kann. Sie konkretisiert damit die im Gesetz festgelegte Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen (SGB V). Zum Beispiel legt sie fest, wann Ärzte nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel doch ausnahmsweise verordnen dürfen.