Lexikon

Beruf Tagesmutter

„Tagesmutter“ ist kein rechtlich anerkannter Beruf. Die Verdienstmöglichkeiten sind bescheiden. Im Kinder- und Jugendhilfe Gesetz § 23,3 ist geregelt, dass den Tagesmüttern die entstehenden Aufwendungen einschließlich der Kosten der Erziehung ersetzt werden sollen. „Entstehende Aufwendungen“ sind Ausgaben für die Verpflegung, angeschafftes Spielzeug sowie die Abnutzung der Räumlichkeiten. „Kosten der Erziehung“ sind das eigentliche Gehalt der Tagesmütter. Zusätzlich zu den eigenen Kindern dürfen höchstens fünf andere Kinder gleichzeitig betreut werden. Bis 2007 galt für Tagesmütter, die eine Qualifikation des Jugendamtes besaßen ein ermäßigter Steuersatz. Ab 2008 müssen die Einnahmen voll im Familieneinkommen versteuert werden. Das bedeutet, dass viele Taesmütter, die familienversichert waren wieder über der Versicherungsgrenze liegen und sich selbst kranken- und sozialversichern müssen.

Versicherung

Mit der Ausübung ihrer Tätigkeit hat die Tagesmutter die Aufsichtspflicht und kann daher haftbar gemacht werden für Personen-, Sach- oder Vermögensschäden, wenn sie ihre Aufsichtspflicht verletzt. Sie werden nicht durch die private Haftpflicht abgedeckt. Tagesmütter, die beim Jugendamt gemeldet sind, können dort oder bei einem Tagesmutterverein häufig eine Sammelhaftpflichtversicherung abschließen. Gibt es weder die Möglichkeit, sich privat noch in einer Sammelhaftpflicht zu versichern, kann eine Berufshaftpflichtversicherung abgeschlossen werden.