Lexikon

Bundesobligationen

Bundesobligationen sind Schuldverschreibungen des Bundes, die zur Finanzierung von öffentlichen Ausgaben aufgelegt werden. Es gibt sie seit Ende 1979. Nur noch 2012 können Privatanleger sie direkt und gebührenfrei bei der Bundesfinanzagentur erwerben und dann anschließend verwahren lassen.

Bundesobligationen sind festverzinsliche Wertpapiere, die in einem Auktionsverfahren begeben und dann direkt an der Börse eingeführt werden.
Sie werden als Forderungen in das Bundesschuldbuch eingetragen. Zuletzt gab es pro Jahr jeweils drei Serien.

Private Anleger können Bundesobligationen bei allen Banken und Sparkassen oder bei der Bundesfinanzagentur erwerben und dort auch verwahren. Bei der Bundesfinanzagentur zahlen die Anleger mit einem Schuldbuchkonto anders als bei den Banken keine Gebühren. Allerdings zieht sich die Finanzagentur bis Ende 2012 aus dem Geschäft mit den Privatanlegern zurück. Die letzte Serie, die Privatanleger noch bei der Finanzagentur erhalten und dann anschließend verwahren lassen können, wird im September 2012 begeben.

Für Bundesobligationen erhalten die Anleger einmal im Jahr Zinsen. Sie besitzen eine Laufzeit von fünf Jahren und sind gesamtfällig. Das bedeutet: Die Anleger erhalten bei Fälligkeit die Zurückzahlung in einer Summe zum Nennwert – plus die vorher ausgezahlten Zinsen. Eine Gläubiger- oder Schuldnerkündigung ist ausgeschlossen.

Bundesobligation können aber jederzeit an der Börse zum täglichen Kurs verkauft und gekauft werden.