Lexikon

Bundesschatzanweisungen

Bundesschatzanweisungen sind festverzinsliche Inhaberschuldverschreibungen. Sie haben eine relativ kurze Laufzeit von zwei Jahren. Jedes Jahr gibt es vier Neuemissionen.

Der Bund nutzt die Bundesschatzanweisungen wie andere Bundespapiere auch, um sich zu refinanzieren. Bundesschatzanweisungen werden im sogenannten Tenderverfahren über die „Bietergruppe Bundesemissionen“ begeben. Nach Abschluss dieses Auktionsverfahrens werden die Schatzanweisungen an der Börse gehandelt, jeder kann sie nun zum tagesaktuellen Kurs erwerben oder wieder verkaufen. Direkt bei der Finanzagentur können Anleger sie nicht kaufen.

Zinsen erhalten die Anleger der Bundesschatzanweisungen einmal jährlich aufs Girokonto. Nach Ablauf der zwei Jahre erhält der Anleger die Rückzahlung zum Nennwert – plus die schon ausgezahlten garantierten Zinsen. Eine vorzeitige Rückzahlung oder Kündigung des Emittenten ist nicht möglich.