Lexikon

Certificates of Deposit

Als Certificate of Deposit bezeichnet man ein Finanzprodukt zur Geldaufnahme oder -anlage. Für den Anleger sind Certificates of Deposit mit Termingeldern vergleichbar. Er erhält aber ein Wertpapier, das den Betrag, die Laufzeit und den Zinssatz verbrieft. Ceretificates of Deposit sind frei handelbar und können so jederzeit in Geld verwandelt werden.

Certificates of Deposit werden von Banken auf Rechnung von Industrieunternehmen oder anderen Banken ausgegeben. Es handelt sich um Wertpapiere, die eine Art Termineinlage bei Banken oder großen Industrieunternehmen verbriefen. Ähnlich wie bei einer Festgeldanlage stellt der Anleger die ihm zur Verfügung stehenden Mittel kurz- bis mittelfristig einer Bank zur Verfügung. Bei dieser Variante erhält er dafür von der Bank jedoch eine Urkunde, in der die Laufzeit, der angelegte Betrag sowie der Zinssatz festgehalten sind. Im Gegensatz zu Festgeld oder Kündigungsgeld kann der Anleger das Papier jederzeit weiterverkaufen und damit schon vor Fälligkeit über seine Mittel verfügen.

Die Laufzeit von Certificates of Deposit kann zwischen 30 Tagen und fünf Jahren betragen. Die meisten Laufzeiten liegen aber eher im kurz- bis mittelfristigen Bereich zwischen 30 und 180 Tagen. Es kann sowohl ein Festzins als auch eine variable Verzinsung vereinbart werden. Die Rückzahlung erfolgt am Ende der Laufzeit zum Nennbetrag.

Emittiert werden diese Papiere in hohen Nennbeträgen vor allem von Banken. Die endgültigen Schuldner sind aber oft Industrie- oder Dienstleistungsunternehmen. Zielgruppe als Käufer sind Privatanleger, Investmentfonds oder andere Banken, die ihre überschüssigen Mittel kurz- bis mittelfristig verzinslich anlegen möchten.

Die Rendite der Papiere hängt vom Marktzins, von der Laufzeit und vom Emittenten ab. Je höher die Bonität des Schuldners ist, desto geringer ist die Verzinsung. Hier wird also, ähnlich wie bei Anleihen ein Risikoaufschlag für das individuelle Ausfallrisiko vom jeweiligen Emittenten verlangt.