Lexikon

Dioxin

Dioxine sind schädliche Substanzen in der Umwelt. Sie entstehen natürlich oder bei Verbrennungsprozessen. Es handelt sich um Verbindungen aus Kohlenstoff und Chlor.

Es gibt eine Vielzahl von Dioxinen. Diese sind unterschiedlich giftig. Sie gelten als gesundheitsschädlich und können bereits in geringen Dosen gefährlich sein. Dioxine können zu Erkrankungen der Atemwege, der Haut und der Schilddrüse sowie zu Leberschädigungen und Krebs führen. Sie sollen bei Ungeborenen Missbildungen und bei Neugeborenen Krebs verursachen. Dabei kommt es auf die Art des Dioxins und die Dosierung an. Die einzige Untersuchung von hohen Dioxindosen bei Menschen gab es nach dem Chemieunfall im italienischen Seveso 1976. Hier wurde eine große Menge hochgiftigen Dioxins freigesetzt und die Menschen vor Ort litten akut vor allem unter der sogenannten Chlor-Akne. Langfristig stiegen die Krebsfälle in der Region deutlich an.

Dioxine entstehen in Industrieländern vor allem bei der Verbrennung von Kunststoffen. Vor dem Einbau von Filteranlagen wurden sie in Deutschland vor allem bei der Müllverbrennung ausgestoßen.

Einmal in die Umwelt gelangte Dioxine bauen sich nur sehr langsam ab. Menschen nehmen die Gifte vor allem durch den Verzehr von Fleisch und Milchprodukten auf. Dioxin ist fettlöslich und lagert sich vor allem in Tierfett und Eidottern ab. In Pflanzen werden sie kaum nachgewiesen.

In Deutschland war Dioxin Anfang 2011 in die Schlagzeilen geraten, nachdem es in Eiern und Fleisch nachgewiesen wurde. Ursache war belastetes Futterfett.