Lexikon

Elterngeld

Elterngeld wird für Neugeborene zwölf, beziehungsweise 14 Monate gezahlt. Die Höhe des Elterngeldes hängt vom vorher erzielten Einkommen ab.

Elterngeld wird einem Elternteil höchstens zwölf Monate lang gezahlt. Der Partner kann weitere zwei Monate in Anspruch nehmen. Das Elterngeld kann auch aufgeteilt werden, beispielsweise können beide Elternteile sieben Monate lang Geld beziehen. Möglich ist auch neben Arbeit in Elternteilzeit zusätzlich Elterngeld zu beziehen. Oder man stellt den Antrag auf halbes Elterngeld für die doppelte Laufzeit.

Das Elterngeld wird um die Höhe des Mutterschaftsgeldes verringert. In den ersten beiden Lebensmonaten des Kindes fällt es daher meist gering aus. Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich das Elterngeld ab dem zweiten Kind jeweils um 300 Euro pro Kind. Leben im Haushalt weitere Kinder unter drei Jahre, gibt es den Geschwisterbonus.

Elterngeld beträgt im Normalfall 67 Prozent des durchschnittlichen nach Abzug von Steuern, Sozialabgaben und Werbungskosten vor der Geburt verfügbaren Erwerbseinkommens (ungefähr Nettoeinkommen). Mindestens werden 300 Euro monatlich gezahlt, höchstens 1800. Bei Einkommen, die über 1200 Euro netto lagen, wird nur 65 Prozent als Elterngeld bezahlt. Bei Jahreseinkommen einer alleinerziehenden Person von mehr als 250.000 Euro oder 500.000 Euro bei Paaren wird kein Elterngeld bezahlt. Seit 2013 berechnet sich das Elterngeld nicht mehr aus dem tatsächlichen Nettoeinkommen, sondern es werden pauschal 21 Prozent für Sozialabgaben abgezogen. Bei der Steuerklasse gilt es frühzeitig zu wechseln. Die Steuerklasse, die in einem Jahr überwog, ist die, die zugrunde gelegt wird. Bei Langzeitarbeitslosen wird das Elterngeld mit dem Hartz IV-Satz verrechnet, was dazu führt, dass kein Elterngeld ausgezahlt wird. Waren die arbeitslosen Eltern vor der Geburt aber berufstätig, gibt es einen Freibetrag für Elterngeld.

Ein Antrag auf Elterngeld muss schriftlich gestellt werden. Rückwirkend wird höchstens für die vorangegangenen drei Monate bezahlt.