Lexikon

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Energieeinsparverordnung (EnEV) ist im Februar 2002 in Kraft getreten. Das letzte Mal wurde sie 2009 novelliert, 2012 will der Gesetzgeber die Bestimmungen weiter verschärfen. Die Verordnung soll dafür sorgen, dass in Deutschland weniger Energie verbraucht und damit zugleich weniger schädliches Kohlendioxyd (CO2) ausgestoßen wird. Das hat weitreichende Folgen für Bauherren und Hausbesitzer. So muss etwa beim Bau oder der Sanierung eines Hauses für eine bessere Wärmedämmung gesorgt und eine möglichst sparsame Heizungsanlage eingebaut werden.

Neubauten sollen von Anfang an energiesparend errichtet werden und aus Altbauten jene Stellen mit sehr großen Energieverlusten (z. B. alte Heizungsanlagen) verbannt werden. Die wichtigsten Möglichkeiten der Umsetzung für Bauherren sind:

  • ein verstärkter Wärmeschutz,
  • eine anspruchsvollere Heizungsanlagentechnik,
  • der Einsatz erneuerbarer Energiequellen und
  • Konzepte zur Wärmerückgewinnung.

Für Altbauten sieht die Verordnung im Kern Nachrüstverpflichtungen vor. Dabei geht es vor allem um den Ersatz von Heizkesseln, die vor dem 01. Oktober 1978 eingebaut wurden, sowie die nachträgliche Dämmung ungedämmter Rohrleitungen sowie der obersten Geschossdecken. Zudem müssen bei anstehenden Modernisierungen die Möglichkeiten einer energetischen Verbesserung ausgeschöpft werden – zum Beispiel bei der Putzerneuerung oder beim Austausch von Fenstern oder Verglasungen (z.B. Ersatz durch zwei- oder dreifach verglaste Fenster).

Die vorgeschriebenen Energieeinsparmaßnahmen kosten natürlich den Bauherren zusätzliches Geld. Doch durch die Energieeinsparung (und damit geringere Nebenkosten) soll sich dieser finanzielle Mehraufwand in wirtschaftlich vertretbarer Zeit amortisieren. Zudem werden energiesparende Maßnahmen durch die KfW-Förderbank zinsgünstig gefördert.

Zur Information der Öffentlichkeit über Energiesparmöglichkeiten hat die Bundesregierung die Deutsche Energieagentur (dena) in Berlin eingerichtet. Interessierte Bauherren, Planer oder Handwerker können sich hier über Förderprogramme, Energiespartechniken oder Vorschriften beraten lassen. Weitere Informationen unter www.dena.de.