Lexikon

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien sind Energieträger, deren Vorrat im Gegensatz zu Kohle, Öl oder Gas nach unseren Maßstäben nicht erschöpfbar ist. Es werden Sonnenlicht und -wärme, Windenergie und Wasserkraft, sowie Biomasse und Erdwärme als alternative Energiequellen genutzt.

Diese Energien sind nicht in einem physikalischen Sinn erneuerbar. Lediglich wird vorhandene Energie umgewandelt und genutzt. So liefert die Sonne uns voraussichtlich noch weitere 5 Milliarden Jahre Wärme und Licht.

Ein wichtiger Punkt bei den regenerativen Energien ist die Nachhaltigkeit. So schonen diese Energiequellen die natürlichen Ressourcen unserer Erde und helfen einen Lebensraum für kommende Generationen zu erhalten.

Ein weiterer Vorteil der erneuerbaren Energien ist, dass während des Betriebes der Anlagen CO2-Emissionen gar nicht und bei der Herstellung nur geringfügig anfallen. Erneuerbare Energien werden deswegen häufig als „Zukunftstechnologien“ bezeichnet, da sie eine auf Dauer tragfähige Entwicklung der Industriegesellschaften mit dem notwendigen Schutz des Klimas und der Erdatmosphäre vereinbaren.

Die Zahl der mit erneuerbaren Energien arbeitenden Kraftwerke und vor allem die der privaten Betreiber ist in den vergangenen Jahren kräftig angestiegen.

Photovoltaikanlagen

Photovoltaik ist die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom. Diese Energieumwandlung geschieht in Solarzellen. Durch die Anbindung an das öffentliche Netz kann überschüssiger selbsterzeugter Strom abgegeben werden. Reicht der selbsterzeugte Strom nicht aus, etwa weil die Sonneneinstrahlung bei schlechtem Wetter zu schwach oder der Verbrauch zu hoch ist, wird Strom aus dem Netz bezogen. Zu diesem Zweck sollten zwei getrennte Stromzähler, jeweils für Stromeinspeisung und Entnahme installiert sein.

Viele Energieversorger und Gemeinden gewähren für den Strom aus Photovoltaikanlagen eine deutlich höhere Vergütung als den Mindestpreis. Dieser Tarif gilt als Anreiz für private Betreiber von Photovoltaikanlagen und wird als kostenorientierte Vergütung bezeichnet.

In den letzten Jahren ist die Photovoltaikindustrie stark gewachsen und es zeichnen sich weitere starke Wachstumsschübe ab. Der Ausbau der Stromgewinnung mittels Photovoltaik soll vor allem dezentral mit vielen Anlagen auf Privathäusern geschehen.

Windkraft

Die Windkraft hat in den vergangenen Jahren eine rasante Entwicklung genommen. Die Anzahl der Anlagen hat sich mehr als verfünffacht. Ein Problem der Windenergie ist, dass die Windnutzung je nach Jahreszeit unterschiedlich ausfällt. Begrenzt können über ein Verbundnetz die geographischen Unterschiede ausgeglichen werden. Die Schwankungen im Energieangebot bleiben bestehen, so dass die Windenergie nur in einem Energiemix mit Energieträgern, die eine kontinuierliche Grundversorgung sichern, betrieben werden kann. Das nutzbare Potential der Windenergie in Deutschland ist dennoch enorm.