Lexikon

Eurofonds

Durch die gemeinsame Währung Euro entstand in Europa ein neuer Anlagenmarkt. Unter neuen Vorraussetzungen entwickelten sich neue Anlagemöglichkeiten und – Strategien. Darauf haben die Investmentgesellschaften reagiert und Investmentfonds aufgelegt.

Der Euro bringt einen wirklich grenzenlosen europäischen Kapitalmarkt innerhalb der EU. Grenzüberschreitende Geldanlagen sind nicht mit einem Währungsrisiko behaftet. Das schafft Planungssicherheit für Unternehmen und Privatanleger. Die immer wieder auftretenden Währungsturbulenzen gehören der Vergangenheit an. Die Folge ist, dass Banken, Versicherungen und andere Anbieter von Finanzdienstleistungen ihre Produkte auch grenzüberschreitend anbieten. Dies ist stimulierend für den Aktien- und Rentenmarkt.

In den Eurofonds oder auch Europafonds werden ausschließlich Aktien aus der EU aufgenommen. Damit ist auch die gültige Währung der Euro.

Das neue, gemeinsame Geld im Euro-Raum verändert den Fondsmarkt. Es entsteht ein Euro-Aktienmarkt mit neuen Renditechancen für den Anleger. Seit die Kurse an den europäischen Aktienmärkten nur noch in Euro gerechnet werden, sind die Aktien-Titel leichter vergleichbar. Der bisher zersplitterte Wertpapiermarkt Europas wächst zusammen, und diese Entwicklung bringt dem Anleger einen grundsätzlichen Nutzen.

Die deutschen Investmentgesellschaften haben sich alle mit Euro-Investmentfonds positioniert. Der Anleger kann aus einer breiten Produktpalette auswählen. Der Euro bringt durch den riesigen einheitlichen Währungsraum eine neue Konkurrenzsituation unter den vorher eher national agierenden Finanzdienstleistern. Das hat Folgen für

  • die Performance (die Wertentwicklung einer Kapitalanlage),
  • die Kosten und Gebühren,
  • den Service und
  • die Vertriebskanäle.

Die Europäische Währungsunion erhält durch die unabhängige Europäische Zentralbank und ihrer Zinspolitik einen wesentlichen Ordnungsrahmen, der allen Marktteilnehmern ein gewisses Maß an Sicherheit gibt.