Lexikon

Feinstaub

Feinstaub besteht aus kleinen Schwebeteilchen in der Luft, die höchstens zehn Mikrometer groß sind. Feinstaub in der Außenluft besteht unter anderem aus Dieselrußpartikeln, Industrieemissionen, Straßenstaub und Autoreifenabrieb. Aber es gibt auch Feinstaubbelastung in Innenräumen, u. a. verursacht von Laserdruckern, Kopierern oder Zigarettenrauch. Der Feinstaub belastet Atemwege und Lunge und kann zu Husten, Herzkreislaufstörungen oder Lungenkrebs führen.

In Innenstädten und Ballungszentren wird der Feinstaub vor allem vom Verkehr, besonders von Dieselmotoren verursacht. Dazu kommen Abrieb von Reifen, Bremsen und Kupplungsbeläge und aufgewirbelter Straßenstaub. Außerdem produzieren Bahn-, Flug- und Schiffsverkehr weiteren Feinstaub. Hauptverursacher ist aber nicht der Verkehr sondern Kraftwerke, Abfallverbrennungsanlagen und die Metall- und Stahlindustrie.

Auch im Innenraum kann Feinstaub produziert werden, oftmals ist die Konzentration sogar höher als draußen. Kerzen oder Räucherstäbchen, aber auch Kopierer oder Drucker produzieren Feinstaub. Der Feinstaub gerät über die Atemwege und Blut in die Organe. Mögliche gesundheitliche Folgen sind Husten, Atemnot, Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen und Lungenkrebs. Fast 300.000 Menschen sterben jährlich in der EU an Feinstaub laut EU-Kommission.

Eine EU-Richtlinie regelt seit 01.01.2005 die Grenzwerte für Feinstaub in der Außenluft. Der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft darf höchstens an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Seit 2007 gibt es in Deutschland deshalb die Feinstaub-Plaketten-Verordnung. Städte und Gemeinden dürfen an Tagen, an denen die Grenzwerte überschritten werden, in den sogenannten Umweltzonen, nur Fahrzeuge mit bestimmten Plaketten fahren lassen.