Lexikon

Firewire

Der Anschluss externer Geräte an einen Computer ist kein unwichtiges Thema. Der Anspruch an die entsprechenden Schnittstellen wuchs in den letzten Jahren rasant, einer der wichtigsten „neuen“ Standards versucht die Geschwindigkeit, mit der Daten übermittelt werden, im Namen zu tragen: Firewire, das „brennende Kabel“.

Aus den Anfangstagen des Personal Computers sind die serielle Standardschnittstelle RS 232 die parallele Schnittstelle fast allen Computernutzern bekannt. Doch beide Standards haben ausgedient: Die immer größere werdende Zahl an möglichen Peripheriegeräten für Computer erforderte die Entwicklung neuer Schnittstellen, die vor allem eine schnellere Datenübertragung ermöglichten und dazu den Anschluss einer größeren Zahl von Endgeräten an eine Schnittstelle des Computers.

Entwicklung

1995 entwickelte Apple einen „Firewire“ getauften Standard für den Anschluss vor allem von digitalen Videokameras an den Computer, der mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 400 Mbit/Sek. über ein 6-adriges Kabel neue Maßstäbe setzte. Die offizielle Bezeichnung der Schnittstelle ist IEEE 1394.

Aus markenrechtlichen Gründen vertrieb Sony seine Produkte mit entsprechender Schnittstelle Ende der 90er-Jahre mit der Bezeichnung „i.Link“. Seit 2002 setzt sich die Schnittstelle auch in der PC-Welt allmählich durch, neben dem Anschluss von digitalen Videokameras sind auch die ersten Wechselfestplatten mit der entsprechenden Schnittstelle ausgestattet.

Eigenschaften

Neben der Übertragungsgeschwindigkeit zeichnen Firewire folgende Eigenschaften aus:

  • Hot-Plug- fähig – im laufenden Betrieb können Geräte angeschlossen und entfernt werden.
  • Paketorientierte Datenübertragung.
  • Bis zu 64 Geräte anschließbar, die einzeln über Geräte-ID’s angesteuert werden können.
  • Bi-direktionale Übertragung in beide Richtungen.

In Konkurrenz zu Firewire findet sich der zweite neuere Schnittstellenstandard Universal Serial Bus (USB) mit seiner Version 2.0, die vergleichbare Geschwindigkeiten ermöglicht.