Lexikon

Freiwillige Insider-Regeln

Die Mitglieder von Vorständen und Aufsichtsräten der Banken und vieler Aktiengesellschaften sowie oftmals auch andere leitende Angestellte müssen sich schriftlich verpflichten, Kenntnisse, die sie in Ausübung ihrer beruflichen Aufgaben erlangen, nicht für Börsengeschäfte zu nutzen. Dies gilt nicht nur für die Vertreter der Kapitaleigner. Bei Unternehmen, die der Mitbestimmung unterliegen, gilt das auch für die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat.

Wenn Wertpapierhändlern oder Beratern nachgewiesen werden kann, dass sie gegen die freiwillig anerkannten Insiderregeln verstoßen haben, müssen sie die dadurch erzielten Gewinne (oder vermiedenen Verluste) abführen und auch die Kosten des Prüfverfahrens tragen. Bei groben Verstößen wird meist auch eine Kündigung ausgesprochen.