Lexikon

Geldwerter Vorteil (Sachbezüge)

Geldwerter Vorteil bzw. Sachbezüge werden weitgehend synonym verwandt – es sind Begriffe aus dem deutschen Steuerrecht. Hiermit werden Einnahmen bezeichnet, die nicht in Geld bestehen.

Geldwerter Vorteil sind Einnahmen eines Steuerpflichtigen (also eines Arbeiternehmers, eines Freiberuflers oder eines Gewerbetreibenden), die nicht in Bargeld oder einer bargeldlosen Geldüberweisung bestehen – die also nicht einen Geldbetrag darstellen, aber dennoch einen finanziellen Wert darstellen. Die Steuerpflicht ergibt sich aus dem Begriff der Einnahmen im Steuerrecht. „Einnahmen sind alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen und dem Steuerpflichtigen zufließen.“ § 8, Abs. 1 Einkommenssteuergesetz.

Beispiele

Häufigste Beispiele hierfür sind unentgeltliches Wohnrecht, Naturalleistungen, Verköstigung, Waren oder Dienstleistungen, für die nicht bezahlt werden muss. Der häufigste Fall in Deutschland ist wohl der Dienstwagen zum privaten Gebrauch, denn hier kommt die Firma für Wertverlust und anteilige Kostenübernahme für Versicherung und Steuer auf, oft ist sogar der Sprit für den Begünstigten kostenfrei. Auch Vielfliegerprogramme der Fluggesellschaften und die daraus sich ergebenden Freiflüge gehören dazu.

Auch der verbilligte Bezug von Waren aufgrund eines Arbeitsverhältnisses gehört zu Sachbezügen. Ein weitere üblicher Fall sind sogenannte Mitarbeiteraktien – wenn also ein börsennotiertes Unternehmen seinen Mitarbeitern den Bezug eigener Aktien anbietet, der unter dem aktuellen Kursniveau liegt. Dasselbe gilt für Aktienoptionen: Wenn also einem Mitarbeiter (meist leitenden Angestellten) das Recht eingeräumt wird, zu einem in der Zukunft liegenden Termin, Aktien zu einem bereits festgelegten Kaufpreis zu erwerben (der unter dem am Fälligkeitstag liegt).

Steuerliche Behandlung von Sachbezügen