Lexikon

Gigaliner

Als Gigaliner, Monstertrucks oder EuroCombi bezeichnet man Riesenlastzüge, die besonders lang und dementsprechend auch schwer sind. Handel und Industrie wollen den Riesentransporter einführen. Von der Politik gab es bisher kein O.K.. Die EU prüft eine Zulassung der Gigaliner.

Maximal 60 Tonnen und eine Länge von 25,5 Metern dürfen die Giganten der Straße erreichen. Die Transportkapazität ist deutlich höher als bei herkömmlichen Lastwagen, wie sie auf unseren Straßen fahren. Gemessen wird in Containern, den TEU (Twenty-Foot Equivalent Unit), den 20-Fuß-Standard-Containern wie man sie beispielsweise von Containerschiffen oder einem Güterzug her kennt. Ein heute üblicher Lastzug kann zwei TEU transportieren, ein Gigaliner schafft drei. Die Zahl der Achsen würde sich auf sieben oder acht erhöhen.

Befürworter der Riesenlaster argumentieren mit der höheren Effizienz des Transportes. Zwei Gigaliner könnten das Volumen von drei „normalen“ Lastzügen transportieren. Das macht weniger Kosten, Personal und Kraftstoffverbrauch. Gegner sehen durch den Einsatz von Gigalinern mehr Kosten auf die Steuerzahler zukommen, weil die Straßen der Belastung standhalten müssen, auch beim Sicherheitsaspekt. Außerdem gehe von den Monstertrucks eine zusätzliche Gefahr aus, ein Aufprall hätte entsprechend höhere Wucht, viele Durchfahrten oder Kreisverkehre sind zu eng, Überholmanöver der Gigaliner könnten gefährlich enden.

Bislang gibt es in Deutschland einige Modellversuche mit den Riesen, eine Einführung ist aber vorerst nicht geplant.