Lexikon

Goldfixing

Goldfixing ist die telefonische Absprache des Goldpreises zwischen Vertretern großer Banken. In London wird der Goldpreis in Dollar je Feinunze (31,1035 Gramm) zweimal täglich beim Fixing festgestellt, jeweils um 10:30 Uhr und um 15 Uhr Londoner Zeit. Das Verfahren geht noch auf das Jahr 1919 zurück. Die Vertreter der Banken berücksichtigen dabei das weltweite Verhältnis von Angebot und Nachfrage.

Die gefixten Preise sind eine wichtige Richtschnur für den weltweiten Rohstoffhandel. Der jeweilige Goldpreis hängt stark sowohl von den Schwankungen beim Londoner Fixing als auch von der Entwicklung des Dollarkurses ab. Ein sinkender Goldpreis kann durch einen steigenden Dollarkurs neutralisiert oder durch einen Kursverfall des Dollar verschärft werden. Gold wird vor allem an den wichtigen Rohstoffbörsen wie die New Yorker Nymex gehandelt. London ist der wichtigste Handelsplatz für den physischen Handel, also in Barrenform.