Lexikon

Gründe der Prüfung

Außer stichprobenartigen Tests, die jeden Gewerbetreibenden „treffen“ können, werden Finanzbehörden insbesondere dann tätig, wenn

  • dem Finanzamt eine Anzeige vorliegt. Es kann sich auch um eine anonyme Anzeige handeln.
  • auffällige Sachverhalte der Steuererklärung der Aufklärung bedürfen.
  • bestimmte Sachverhalte in der Steuererklärung nicht ausreichend erläutert wurden.
  • die betrieblichen Kennzahlen im internen Betriebsvergleich abweichen und dieser Umstand in der Steuererklärung nicht hinreichend erläutert wurde.
  • die betrieblichen Kennzahlen im externen Betriebsvergleich vom Branchenschnitt abweichen und die Gründe hierfür nicht erläutert wurden.
  • der persönliche Prüfungsturnus den durchschnittlichen Prüfungsturnus erheblich überschreitet.
  • ein ermittelter persönlicher Vermögenszuwachs des Betriebsinhabers die Betriebsgewinne (die so genannte Gewinnhinzuschätzung) übersteigt.

Bei Großbetrieben werden vier Wochen, bei anderen Betrieben zwei Wochen als angemessen angesehen, die die Finanzbehörden den Betrieben als Vorlauf gewähren müssen, sich auf eine Betriebsprüfung einzustellen. Die bisher nur für Mittelbetriebe geltende Frist von zwei Wochen ist auch auf Klein- und Kleinstbetriebe ausgedehnt worden. Wichtig: Der drohende Ablauf der Festsetzungsfrist rechtfertigt für die Finanzbehörden keine Verkürzung der für angemessen gehaltene Frist.