Lexikon

Hausratversicherung

Eine Hausratversicherung versichert das Eigentum gegen Schäden durch Feuer, Blitz, Explosion, Implosion, Einbruchdiebstahl, Leitungswasserschäden, Sturm und Hagel, Absturz von Luftfahrzeugen. Einschränkungen gibt es bei den Verlusten durch Starkregen oder Überschwemmungen. Hier greift die Hausratversicherung nicht mehr, sondern in vielen Fällen eine Elementarschadenversicherung. Diese zahlt die Kosten für Schäden, die etwa durch Erdrutsch, Erdbeben oder Hochwasser entstehen.

Wertgegenstände nur mäßig versichert

Bargeld, Wertpapiere und Wertsachen wie Schmuck oder Pelze gehören auch zum Hausrat, sind aber nur bis zu einer bestimmten Obergrenze versichert: So kann für Bargeld beispielsweise eine Grenze von 1500 Euro, für Sparbücher 3000 Euro und für Schmuck und Briefmarken von 2500 Euro gelten. Gegen einen Preisaufschlag kann der Mehrwert oft mitversichert werden.

Wichtig ist die Police bei hohen Werten im Haushalt. Wer jedoch wenig Hausrat sein Eigen nennt, kann auf diese Versicherung auch verzichten.

Preis ist wohnortabhängig

Die Angebote der verschiedenen Versicherungsunternehmen unterscheiden sich vor allem in Leistung und Preis. Während manche Anbieter preiswerte Grundtarife anbieten, schließen andere besondere Leistungen wie den Fahrraddiebstahl in den Vertrag mit ein. Wie viel die Versicherung am Ende kostet, hängt auch vom Wohnort ab. In Großstädten und Ballungsgebieten sind Policen teurer als auf dem Land – da hier weniger Schadensmeldungen eingehen. Die meisten Versicherungsunternehmen haben bundesweit vier Tarifzonen je nach Risiko gebildet.

Versicherungssumme

Bei den meisten Versicherern richtet sich die Höhe des Beitrags nach der Versicherungssumme, die sich aus dem vorhandenen Hausrat errechnet. Die Unternehmen richten sich dabei in der Regel nach einem Pauschalsystem:

Um die Versicherungssumme für einen durchschnittlichen Haushalt zu ermitteln, werden 650 Euro Versicherungssumme pro Quadratmeter Wohnfläche angesetzt. Eine Wohnung mit 100 Quadratmetern ist so mit 65.000 Euro versichert.

Es gibt noch eine weitere Art der Berechnung: Der Kunde ermittelt den Neuwert seines zu versichernden Eigentums, also die Summe, die für die Wiederbeschaffung notwendig wäre und lässt diese Summe dann versichern. Allerdings lohnt sich das nur bei eindeutig höheren Werten.

Unterversicherung

Auf die Versicherungssumme sollten Kunden besonders achten. Wer zu geringe Angaben macht, ist schnell „unterversichert“. Das bedeutet, dass die Schadenssumme den richtigen Wert unterschreitet. Wer sein Hab und Gut zum Beispiel nur mit 25.000 Euro versichert, obwohl es 50.000 Euro wert ist, bekommt im Schadensfall nur 50 Prozent ausgezahlt.