Lexikon

Beispiel: Hedging mit Hilfe von Stop-Buy-Aufträgen

Anleger Müller hat eine Kaufoption verkauft, die zum Erwerb von 100 Aktien der XY AG zum Kurs von 45 Euro berechtigt. Herr Müller ist also der Stillhalter dieser Option. Um das Risiko größerer Verluste zu begrenzen, die auftreten würden, wenn der Kurs der XY-Aktie tatsächlich über 45 Euro steigt, gibt Herr Müller seiner Bank den Auftrag, 100 XY-Aktien zu kaufen, sobald der Kurs 47 Euro erreicht oder überschreitet.

Erreicht der Kurs der Aktie nun tatsächlich einen Kurs von 47 Euro, so wird die Bank von Herrn Müller zum nächsten aktuellen Kurs 100 XY-Aktien erwerben. Wird der Kurs beispielsweise zu 48 Euro ausgeführt, muss Herr Müller 4.800 Euro für die Aktien zahlen. Zum Fälligkeitstermin der Kaufoption steht der Kurs der XY-Aktien bei 50 Euro.

Übt der Käufer der Kaufoption nun sein Recht aus, muss Herr Müller diesem die Aktien zum Preis von 4.700 Euro überlassen. Sein Verlust beträgt 100 Euro. Hätte Herr Müller keinen Stop-Buy-Auftrag gegeben, sondern die Aktien erst am Fälligkeitstag erworben, hätte sein Verlust 300 Euro betragen.