Lexikon

High Yield Bonds / Junk Bonds

Als High Yield Bonds bezeichnet man Anleihen, die eine überdurchschnittlich hohe Verzinsung bei gleichzeitig überdurchschnittlich hohem Risiko aufweisen. High Yield Bonds werden von Unternehmen ausgegeben, die aufgrund ihrer bereits bestehenden hohen Verschuldung keine weiteren Bankdarlehen aufnehmen können. Deshalb werden High Yield Bonds oft auch als Junk Bonds , das heißt als Schrottanleihen bezeichnet.

High Yield Bonds sind eine in den USA entwickelte Form der Anleihe, die entweder aufgrund des Emittenten oder aufgrund ihrer rechtlichen Ausgestaltung, ein höheres Risiko aufweist, als herkömmliche festverzinsliche Wertpapiere. Der Begriff High Yield (Hoch-Ertrag) weist auf die höhere Verzinsung solcher Anleihen hin. Dieses, für den Emittenten vergleichsweise teure Finanzierungsinstrument, wird in der Regel von Unternehmen in Anspruch genommen, denen es wegen ihrer hohen Verschuldung nicht möglich ist, weitere Darlehen bei Banken oder am Kapitalmarkt aufzunehmen.

Ein solcher Fall tritt häufig bei fremdfinanzierten Unternehmensaufkäufen, so genannten Leveraged Buy-Outs ein. Er kann sich aber auch aus einer wirtschaftlich schwierigen Lage des betreffenden Unternehmens erklären. Aufgrund des überdurchschnittlich hohen Ausfallrisikos von High Yield Bonds, werden diese Anleihen auch oftmals mit dem Begriff Junk Bonds gekennzeichnet, was wörtlich übersetzt so viel wie Abfall- oder Schrottanleihen bedeutet.

Das erhöhte Risiko eines High Yield Bonds resultiert aus dem Umstand der Nachrangigkeit gegenüber anderem Fremdkapital des jeweiligen emittierenden Unternehmens. Im Falle des Konkurses gehen die Gläubiger von High Yield Bonds in der Regel leer aus.

Das erhöhte Risiko eines High Yield Bonds wird auch durch das vergleichsweise schlechte Rating dieser Anleihen dokumentiert. Nicht alle High Yield Bonds werden aber von den bekannten Ratingagenturen bewertet. Oftmals wird die Bewertung des emittierenden Unternehmens bzw. der Anleihe auch lediglich durch die beratende Investmentbank vorgenommen.

Je schlechter die Bewertung der jeweiligen Anleihe ausfällt, desto höher ist die Verzinsung des Papiers. Die Anleger lassen sich das hohe Risiko bezahlen. Typischerweise werden High Yield Bonds mit einer festen Verzinsung ausgestattet, die allerdings über der Verzinsung liegt, die normale Anleihen gleicher Laufzeit aufweisen.

High Yield Bonds werden in Deutschland oft auch als Risikoanleihen bezeichnet. In den USA werden diese Anleihen von Investoren gekauft, die einerseits eine regelmäßige, feste Verzinsung ihres Kapitals wünschen, denen aber andererseits die relativ niedrige Verzinsung herkömmlicher festverzinslicher Anleihen nicht ausreicht. Auch Versicherungsgesellschaften und andere institutionelle Investoren sind immer häufiger Nachfrager solcher High Yield Bonds. Sie dienen ihnen zur Beimischung zu normalen Anleihen und sollen die Rendite des Gesamtportfolios verbessern.