Lexikon

Kindererziehungszeiten

Wer in Deutschland ein Kind erzieht, erwirbt Rentenansprüche. Dies betrifft in den meisten Fällen die Mütter. Kindererziehungszeiten gelten als Beitragszeiten. Das heißt, sie tragen auch zum Anspruch auf Rehabilitation, Erwerbsminderungsrenten oder vorgezogene Altersrente bei. Dabei ist es unerheblich, ob die Eltern leiblich sind oder das Kind zur Pflege haben, adoptiert haben oder die Stiefeltern sind. Die Kindererziehungszeiten werden allerdings nur einem Elternteil zugeordnet und zwar dem, der die Kinder betreut, in der Regel der Mutter. Für ein Kind, das nach dem 31. Dezember 1991 geboren wurde, erhält die erziehende Person Beiträge in Höhe des jährlichen Durchschnittsbeitrags für die Zeit von drei Jahren gutgeschrieben. Das entspricht einer dreijährigen Beschäftigung mit dem Durchschnittsverdienst im jeweiligen Jahr. Für Kinder, die vorher geboren wurden, wurde nur ein Jahr angerechnet.

Wer während der Kindererziehungszeit arbeitet, bekommt Rentenansprüche aus dem Arbeitsverhältnis und Kindererziehungszeiten bis zur Beitragsbemessungsgrenze angerechnet.