Lexikon

Kohlenstoffdioxid

Eine große Gefahr für das Erdklima ist der Raubbau an tropischen Wäldern, denn Pflanzen vermögen mittels der Fotosynthese Kohlenstoffdioxid aus der Luft aufzunehmen und mit Hilfe von Sonnenlicht und Wasser daraus Biomasse aufzubauen. Dort, wo der Wald durch Brände gerodet wird, gelangen die großen Mengen Kohlenstoffdioxid, die in der Biomasse gebunden waren, direkt wieder in die Atmosphäre. Durch Brandrodung oder Kahlschlag gehen jährlich etwa 17 Millionen Hektar Wald verloren. Innerhalb der letzten 40 Jahre hat sich der Tropenwaldbestand nahezu halbiert. Damit ging ein bedeutender Speicher für das Treibhausgas verloren. Je weniger Wald, desto geringer in Zukunft auch die Menge an Kohlenstoffdioxid, die wieder aus der Luft aufgenommen werden kann. Da die tropischen Wälder hauptsächlich in den Entwicklungsländern liegen, sind alle Versuche zur Rettung der wertvollen Wälder nur mit Unterstützung der Industrieländer erfolgversprechend. Dort, wo wirtschaftliche Not zum Roden zwingt, damit Ackerland gewonnen werden kann, oder verfügbares Holz als Brennholz benötigt wird, oder Edelhölzer eine der wenigen Einnahmequellen darstellen, stehen Umweltgesichtspunkte hintenan.