Lexikon

MAK-Wert

MAK steht für „Maximale Arbeitsplatz-Konzentration“. Ein MAK-Wert bezeichnet die höchstzulässige Konzentration eines Arbeitsstoffes als Gas, Dampf oder Schwebstoff, der am Arbeitsplatz in der Luft gemessen werden darf. Es ist die Menge, die nach dem jeweiligen Kenntnisstand auch bei langfristiger, täglicher Einwirkung die Gesundheit von Beschäftigten nicht beeinträchtigt. Seit 2005 werden diese Grenzwerte durch den Arbeitsplatzgrenzwert festgesetzt. Der MAK behält aber bis auf weiteres seine Gültigkeit.

Die MAK-Liste wird herausgegeben von der Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Liste dient dem Bundesminister für Arbeit als Vorschlag zur Verbesserung von Arbeitsschutzmaßnahmen. Beim Aufstellen der Werte für maximale Arbeitsplatz-Konzentrationen werden unter anderem folgende Kriterien berücksichtigt:

  • Lästigkeit der Stoffe,
  • Geruch,
  • allergische Wirkungen,
  • mögliche Aufnahme der Stoffe durch die Haut,
  • Erbgut verändernde Wirkungen (seit der Aktualisierung im Jahr 2000 werden diese Stoffe als Keimzellmutagene bezeichnet, das heißt sie haben Erbgut verändernde Wirkung auf Eizellen oder Samenzellen),
  • mögliche Wirkungen während einer Schwangerschaft,
  • radioaktive Belastungen sowie
  • krebsauslösendes Potential der Stoffe.

Für Krebs erzeugende Arbeitsstoffe werden keine gesundheitlich unbedenklichen Grenzwerte aufgestellt. Krebs erzeugende Stoffe unterteilt die Kommission der DFG in drei Gruppen:

  • Stoffe, die beim Menschen Krebs auslösen,
  • Stoffe, die im Tierversuch Krebs auslösen und
  • Stoffe, bei denen begründeter Verdacht besteht, dass sie Krebs erzeugendes Potenzial haben.

Fast jedes Jahr werden zusätzliche Stoffe in die MAK-Liste aufgenommen.