Lexikon

Minderheits- und Mehrheitsbeteiligungen an Unternehmen

Hinsichtlich der Beteiligung einer natürlichen Person, einer Personengesellschaft oder einer Kapitalgesellschaft an einer anderen Gesellschaft unterscheidet man grundsätzlich zwischen Minderheits- und Mehrheitsbeteiligungen. Diese Unterscheidung hat unter anderem hinsichtlich der Besteuerung der jeweiligen Anteile bei einem eventuellen Verkauf eine besondere Relevanz.

Von einer Minderheitsbeteiligung spricht man, wenn die Person oder die Gesellschaft weniger als 50 Prozent der Anteile an dem betreffenden Unternehmen hält. Innerhalb der Kategorie der Minderheitsbeteiligungen unterscheidet man weiterhin zwischen der so genannten wesentlichen Beteiligung, also mehr als 20 Prozent der Anteile, und der Sperrminorität, das sind 25 bis 50 Prozent der Anteile. Eine Sperrminorität erlaubt es dem Besitzer der Anteile, bestimmte Entscheidungen, für die eine qualifizierte Mehrheit von mindestens 75 Prozent erforderlich ist, zu blockieren und gewährt so einen gewissen Minderheitsschutz. Von Mehrheitsbeteiligungen spricht man, wenn mehr als 50 Prozent der Geschäftsanteile an einer Gesellschaft gehalten werden.