Lexikon

Natur-Aktien-Index (NAI)

Der Natur-Aktien-Index soll für Anleger ein Anhaltspunkt sein, wenn es um grüne Geldanlagen geht. Ein Kriterienkatalog bestimmt, welche Unternehmen nachhaltig genug für den NAI sind. Vor allem über Negativkriterien werden Branchen wie Atomenergie, Rüstungsindustrie, aber auch Kinderarbeit und Raubbau an der Natur ausgeschlossen.

1997 wurde der NAI ins Leben gerufen, damals noch unter der Bezeichnung NAX. Um gelistet zu werden müssen Unternehmen Mindestanforderungen erfüllen. Mindestens zwei Positivkriterien müssen erfüllt sein. Dazu zählen:

  • Branchenvorreiter (Lebensdauer, Sicherheit, Recyclingfähigkeit, Ersatz gefährlicher Stoffe)
  • Branchenvorreiter (Umweltverträglichkeit, Technik, weniger Energieverbrauch)
  • Branchenvorreiter in sozialen Belangen
  • Unternehmen und Produkt liefern wesentlichen Beitrag zur ökologischen und sozial nachhaltigen Lösung zentraler Menschheitsprobleme (regenerativ, effizient, Armutsbekämpfung etc.)

Ausschlusskriterium sind negative Faktoren wie:

  • Atomenergie
  • Waffenproduktion
  • Diskriminierung von Frauen
  • Diskriminierung sozialer oder ethischer Minderheiten
  • Kinderarbeit
  • Tierversuche
  • Gentechnik in Lebensmittelproduktion
  • sehr umwelt- oder gesundheitsschädliche Produkte

Weitere Indices mit ökologischem und ethischem Ansatz sind: Dow Jones Substainability Index (DJSI), FTSE4 Good oder Öko DAX.