Lexikon

Nennwert

Der Nennwert, auch Nominalwert genannt, bezeichnet den auf einem Zahlungsmittel oder Wertpapier aufgedruckten Betrag.

Er bestimmt den gesetzlichen Wert eines Zahlungsmittels. Festgelegt wird dieser in der Regel durch das ausgebende Institut, üblicherweise die Nationalbank des jeweiligen Landes. Bei aktuellen Währungen stimmt der Nennwert mit dem realen Wert überein. Im Fall von Sammlermünzen kann der Sammlerwert auch deutlich über dem Nennwert liegen.

Bei Aktien entspricht der Nennwert dem Betrag, mit dem der Aktionär am Grundkapital der Aktiengesellschaft beteiligt ist. Der Mindestnennwert einer Aktie liegt in Deutschland bei einem Euro. Meist weicht der Nennwert deutlich vom Kurswert der Aktie ab. Das ist dadurch begründet, dass der Nennwert durch reine Berechnung entsteht. Der Kurswert dagegen wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt.

Für den Käufer ist in erster Linie der Kurswert von Interesse. Er zeigt, ob sich eine Aktie als renditestark erweist. Der Nennwert hat allenfalls Bedeutung, wenn er zur Berechnung der Dividende herangezogen wird. Seit der Euro-Einführung werden auch Aktien ohne Nennwert gehandelt, sogenannte Stückaktien. Sie lauten auf einen prozentualen Anteil am Grundkapital einer Aktiengesellschaft.

Der Nennwert einer Anleihe ist der Betrag, den der Herausgeber (Emittent) dem Käufer schuldet und nach Ablauf der Laufzeit zurückzahlen muss. Auch die Zinsen, die der Käufer erhält, werden anhand des Nennwerts berechnet.