Lexikon

OEM-Software

Als Original-Equipment-Manufacturer-Software (OEM) werden Programme bezeichnet, die vom Softwarehersteller nur mit neuen Computern ausgeliefert werden.

In einzelnen Fällen ist der Funktionsumfang von OEM-Software eingeschränkt, ebenso die Update-Möglichkeiten. Bei Betriebssystemen und Office-Paketen ist das normalerweise nicht der Fall, bei Software zum CD- bzw. DVD-Brennen dagegen üblich. Der Kunde muss sich vergewissern, ob es sich tatsächlich um ein vollwertiges Software-Paket handelt.

Der Computerbauer erhält OEM-Software zu einem besonders geringen Preis. Meist fehlen allerdings ein ausführliches Handbuch und die Verkaufsverpackung.

Die Software-Produzenten behaupten zwar in ihren Angaben auf dem Datenträger und der beiliegenden Lizenz, dass ein Verkauf ohne einen neuen Computer nicht zulässig ist. In Deutschland hat aber der Bundesgerichtshof schon im Jahr 2000 entschieden, dass diese Versionen auch einzeln verkauft werden dürfen (AZ: I ZR 244/97). Daher sind in Deutschland OEM-Versionen auch einzeln im Handel erhältlich, normalerweise zu einem sehr viel günstigeren Preis als die Endkundenversion.