Lexikon

Pensions-Sondervermögen

Pensions-Sondervermögen sind eine Form von Investmentfonds. Pensions-Sondervermögen dienen dem langfristigen Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge und sind daher als Ergänzung zur traditionellen staatlichen Rente gedacht. So soll die Versorgungslücke aus der staatlichen Rente geschlossen werden.

Primäres Anlageziel ist dabei grundsätzlich die Substanzerhaltung. Das spiegelt sich auch in dem gesetzlich geregelten hohen Aktienanteil, der eine hohe Risikostreuung aufweisen muss. So sollen die Anleger vor Kursverlusten geschützt werden.Einzahlungen in Pensions-Sondervermögen können sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer vorgenommen werden. Eine Verfügung über die angesparten Beträge inklusive der von der Fondsgesellschaft erwirtschafteten Erträge ist erst nach Ende der Vertragslaufzeit möglich.

Das Prinzip der Pensions-Sondervermögen gleicht dem der „normalen“ Investmentfonds: Der Arbeitgeber oder der Arbeitnehmer zahlt über eine bestimmte Laufzeit monatlich einen bestimmten Betrag in ein Pensions-Sondervermögen einer Investmentgesellschaft ein. Nach Ende der Ansparphase, meist im Pensionsalter, kann der Begünstigte, also der Arbeitnehmer über den angesparten Betrag ganz oder in monatlichen Raten verfügen. Während der Ansparphase haben weder Arbeitgeber noch Arbeitnehmer ein Verfügungsrecht über die im Fonds angelegten Mittel. Der Arbeitnehmer kann lediglich in einigen Fällen die Art der Anlageobjekte verändern. So kann der Arbeitnehmer kurz vor seiner Pensionierung entscheiden, seine Mittel von einem Fonds, der überwiegend in Aktien investiert, in einen Fonds umzuschichten, der einen höheren Anleihenanteil hat. So kann das Risiko kurzfristiger, größerer Verluste weitgehend vermieden werden.

Pensions-Sondervermögen sollen der langfristigen Substanzerhaltung und Mehrung der angesparten Mittel dienen, also möglichst vor inflationären Tendenzen geschützt sein. Um dem Sicherheitsaspekt dieser Art der Altersvorsorge gerecht zu werden, ist außerdem die Anlage in hochspekulative Derivate grundsätzlich verboten. Im Gegensatz zu normalen Aktienfonds und Rentenfonds, bei denen es sich der Anleger in der Regel aussuchen kann, ob er sich die jährlichen Zins- und Dividendenerträge auszahlen lässt oder aber die Erträge reinvestiert, ist es Pensions-Sondervermögen nicht erlaubt, während der Laufzeit Ausschüttungen an die Begünstigten vorzunehmen. Die Erträge werden grundsätzlich wieder angelegt, wodurch ein Zinseszinseffekt entsteht.