Lexikon

Pfändungsschutzkonto (P-Konto)

Ein P-Konto ermöglicht einem Schuldner, sein Existenzminimum vor Gläubigern zu schützen. Seit dem 1. Juli 2010 können Kunden ihr bestehendes Bankkonto in ein P-Konto umwandeln.

Ein P-Konto schützt einen Schuldner unbürokratisch vor Gläubigern. Das monatliche Existenzminimum und eventuelle Freibeträge für weitere Personen im Haushalt bleiben auf dem Konto. Ein P-Konto ist kein eigenständiges Konto, sondern der Schuldner lässt sein bereits vorhandenes Girokonto umwandeln. Der Kontoinhaber teilt seiner Bank die Umwandlung schriftlich mit. Die Bank muss das Konto innerhalb von vier Geschäftstagen umwandeln. Ist das Konto noch nicht gepfändet und die Pfändung wird erst angekündigt, bleiben dem Betroffenen noch etwa vier Wochen Zeit das Konto umzuwandeln. Das P-Konto muss also nicht vorsorglich eingerichtet werden. Wer sich allerdings bereits in der Pfändung befindet hat ohne P-Konto keinen Schutz auf sein Existenzminimum. Gutschriften, die für den kommenden Monat eingehen, sind geschützt. Erst im Folgemonat kann das überzählige Geld an Gläubiger gegeben werden.

Die Bank übermittelt die Information, dass das Girokonto als P-Konto geführt wird, an die Schufa. Diese überprüft, ob es bereits ein solches Konto auf die genannte Person gibt. Nur ein P-Konto ist zulässig.

Ein P-Konto darf nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (AZ: XI ZR 145/12 und XI ZR 500/11) nicht mehr kosten als ein normales Girokonto. Banken hatten oftmals Zusatzgebühren verlangt. Allerdings gibt es bei einem P-Konto in der Regel keinen Dispokredit, keine Kreditkarte und Online-Banking ist oft nicht möglich.