Lexikon

Rendite

Die Rendite gibt den Ertrag eines Investments in Prozent wieder. Mit ihr wird der relative Erfolg einer Geldanlage gemessen. Relativ heißt es, weil hier das eingesetzte Kapital ins Verhältnis zum Ertrag gesetzt wird.

Relevant ist diese Kennziffer zur Beurteilung von Geschäften auf dem Geld- und Kapitalmarkt sowie bei Immobilien- und Unternehmensinvestitionen. Sie gibt Auskunft über den Zinsertrag einer Spareinlage, die laufende Verzinsung eines festverzinslichen Wertpapiers (bspw. Anleihen) oder den Ertrag von Aktien. Für Aktien ist jedoch hauptsächlich die Dividendenrendite relevant.

Nominalverzinsung und Effektivverzinsung

Da bei Anleihen genügend Faktoren zur Berechnung bekannt sind, seien diese als Beispiel herangezogen: Die Nominalverzinsung gibt an, welcher Zins bei einer Anleihe gezahlt wird. Diesen setzt man in der sogenannten Barrendite ins Verhältnis zum aktuellen Kurs. Die Effektivverzinsung ist aussagekräftiger und stellt sozusagen die Rendite im engeren Sinn dar: Sie berücksichtigt alle preisbestimmenden Faktoren. Dazu zählen u. a. Restlaufzeit, Kauf- und Rückzahlungskurs, Zinszahlungen und Stückzinsen.

Ex ante Rendite und ex post Rendite

Man unterscheidet zwischen der ex ante Rendite und der ex post Rendite. Die ex ante Rendite errechnet sich zum Zeitpunkt des Investments; der Rechnung liegen geplante Größen (bei Aktien die Dividenden, bei Anleihen die Verkaufs- und Rückzahlungskurse) zugrunde. Anders die ex post Rendite: Sie kann erst nach Abschluss des Investments berechnet werden, denn sie berücksichtigt die tatsächlich erwirtschafteten Erträge. Während sich die ex post Rendite als Instrument zur Erfolgsmessung (und damit auch für Aktienkäufe) eignet, hilft die ex ante Rendite vor allem bei der Entscheidung über eine Investition weiter.

Dividendenrendite

Bei Aktiengeschäften sind weniger Kennzahlen bekannt; u. a. Laufzeit und Rückzahlungskurs stehen in den Sternen. Deswegen lassen sich hier schwer Renditen berechnen. Eine Möglichkeit allerdings ist die Dividendenrendite. Sie setzt die vom Unternehmen gezahlte Dividende mit dem Aktienkurs ins Verhältnis, misst also, wie sich das Kapital, gemessen nach aktuellem Kurswert, verzinst. Dazu wird die Dividende durch den aktuellen Aktienkurs geteilt und mit 100 multipliziert.

Emissions- und Umlaufrendite

Wie der Name schon sagt, bezieht sich Erstere auf die Rendite bei Ausgabe, also Emission, der Wertpapiere. Die Umlaufrendite dagegen wird zu einem Zeitpunkt nach der Emission berechnet. Sie wird täglich von der Deutschen Bundesbank berechnet und gilt als Maß für die durchschnittliche Rendite aller börsennotierten Bundeswertpapiere, zu denen neben Anleihen auch Obligationen und Schatzanweisungen des Bundes gehören.

Bruttorendite und Nettorendite

Bei der Bruttorendite werden weder Steuern noch Inflation beachtet. Die Nettorendite beachtete dagegen diese Größen und spiegelt letztlich das wider, was der Anleger wirklich bekommt.