Lexikon

SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome)

Das Severe Acute Respiratory Syndrom, kurz SARS genannt, ist eine Atemwegsinfektion die sehr ansteckend ist und häufig tödlich endet. Sie trat im November 2002 erstmals in der süd-chinesischen Provinz Guangdong auf. Von dort hat sie sich weltweit verbreitet.

Die Epidemie der atypischen Lungenentzündung begann im Februar 2003, als ein Arzt aus Guangdong nach Hongkong reiste. Er fühlte sich unwohl und hatte Fieber. Innerhalb von 24 Stunden starb er. Vorher hatte er zwei Familienmitglieder, vier Kollegen und zwölf Personen, die im gleichen Hotel wohnten, angesteckt. Die brachten die Krankheit innerhalb von wenigen Tagen auf drei Kontinente.

In Guangdong leben Menschen und Tiere auf engstem Raum zusammen. Kinder spielen neben Tieren im Müll, das Wasser ist verschmutzt, Toiletten sind verdreckt. Diese Verhältnisse begünstigen das Überspringen von Krankheitserregern von Tieren auf Menschen, wie im Fall von SARS. Die Krankheit verläuft häufig tödlich.

Auch der Entdecker der Lungenerkrankung, Doktor Carlo Urbani, verstarb an den Folgen der Infektion. Das für die Erkrankung verantwortliche Virus wurde im März 2003 zeitgleich von drei Forschungseinrichtungen beziehungsweise Arbeitsgruppen als eine neue Form des Coronavirus identifiziert.

Infektionsweg

Die Übertragung findet hauptsächlich über Tröpfcheninfektion statt. Allerdings scheint sich der Erreger auch über die Luft, Trinkwasser, Fäkalien oder Klimaanlagen verbreiten zu können. Er ist damit ganz besonders ansteckend. Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei und höchstens zwölf Tagen.

Symptome

Hauptsymptome von SARS sind:

  • hohes Fieber,
  • schwerer Husten,
  • Atemnot, kurzer Atem,
  • Halsschmerzen.

Weitere Symptome können sein: