Lexikon

SICAV

Mit dieser Abkürzung werden Fondsgesellschaften Luxemburger Rechts bezeichnet. SICAV sind vor allem in Frankreich sehr verbreitet. Es sind Gesellschaften mit schwankendem Kapital.

Die französische Bezeichnung für eine Wertpapier-Investmentgesellschaft mit schwankendem Kapital lautet „Societé d´investissement à capital variable“, abgekürzt SICAV. Es sind Aktiengesellschaften Luxemburger Rechts, deren ausschließlicher Geschäftszweck es ist, ihre Mittel in Wertpapieren anzulegen. Sie wollen damit das Risiko streuen und die Anteilseigner am Erfolg ihres Investments beteiligen. Ihre Aktien werden beim Publikum platziert. Die Satzung muss die Bestimmung enthalten, dass das Kapital jederzeit dem Nettovermögen der Gesellschaft entspricht.

Die SICAV unterliegen dem Aktienrecht. Der Anleger ist Aktionär und besitzt ein Stimmrecht. Das Gesellschaftskapital entspricht dem Nettovermögen des Fonds. Insofern sind die Aktien von SICAVS Fondsanteile. Der Wert des Kapitals der AG schwankt entsprechend der Entwicklung der Kurse der Aktien, die sich jeweils im Besitz der SICAV befinden.